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Mi, 06.11.2019 | 20:15-21:00 | BR Fernsehen

jetzt red i

Berichterstattung, D 2019

Die Menschen in Roding traf die Nachricht aus heiterem Himmel: Der Automobilzulieferer Continental will sein Werk bis 2024 dichtmachen. Mehr als 500 Arbeitsplätze sind bedroht, viele Arbeiter, ganze Familien stehen vor einer ungewissen Zukunft. Bisher werden in Roding Komponenten für Benzin- und Dieselmotoren hergestellt. Die Zukunft gehöre aber der Elektromobilität, und deshalb müsse man umstrukturieren, heißt es von Conti. Die IG Metall hält dagegen: Sie spricht von einem "unsozialen Kahlschlag, der seinesgleichen sucht" und fordert, man müsse die Mitarbeiter qualifizieren, anstatt sie vor die Tür zu setzen. Die bayerische Politik ist alarmiert. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und der Finanzminister Albert Füracker (CSU) haben angekündigt, für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen zu wollen. Doch Roding könnte nur die Spitze des Eisbergs sein. Laut einer Studie des Ifo-Instituts könnten in den kommenden Jahren alleine in Bayern 137.000 Arbeitsplätze in der bayerischen Automobil- und Zulieferindustrie vom Strukturwandel betroffen sein. Droht Bayern eine Wirtschaftskrise? Was kann die Politik tun, um die Autoindustrie zu stützen? Haben Industrie und Politik den Wandel in der Autobranche verschlafen? Lässt sich eine Schließung des Conti-Werks doch noch abwenden? Darüber diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger mit dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer und Johann Horn, dem Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Originaltitel:
Jetzt red i
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