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Mi, 06.11.2019 | 02:05-03:20 | SF1

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Berichterstattung, CH 2019

Ein Gefangener beschäftigt seit 2013 die Schweiz: Brian K., alias Carlos. Bekannt wurde er, weil er als jugendlicher Straftäter in einem aufwendigen Sondersetting mit Kampfsport und Therapie behandelt wurde. Die Kosten für diese Behandlung sorgten für Empörung in der Öffentlichkeit. Obwohl Brian K. kooperierte und auf gutem Weg war, brachen die Behörden das Sondersetting ab und steckten Brian K. in ein Jungendgefängnis. Eine Massnahme, die das Bundesgericht als unfair beurteilt und rückgängig machte. Wieder auf freiem Fuss, lässt sich Brian K. auf eine Schlägerei ein und erhält eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Diese sitzt er mehrheitlich in der Strafanstalt Pöschwies ab, oft in der Arrestzelle, an Händen und Füssen gefesselt. Die Situation eskaliert. Laut der Anklageschrift randaliert, beleidigt und bedroht er alle. Das hat zur Anklage in 29 Punkten geführt. Brian K. erschien diese Woche selber nicht vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft plädiert auf eine Verwahrung. Das die Chronolgie in einem öffentlichen Drama. Wie konnte es dazu kommen? Was ist schiefgelaufen? Wie muss die Justiz mit einem solchen Jungendlichen umgehen? Welche Verantwortung trägt die Gesellschaft und welche Rolle spielen die Medien? Mit Barbara Lüthi diskutieren unter anderen: – Daniel Jositsch, Ständerat SP/ZH und Professor für Strafrecht Universität Zürich – Brigitte Hürlimann, Journalistin "Republik" – Anna-Lisa Oggenfuss, Sonderpädagogin, hat das Sondersetting für Brian K. durchgeführt – Frank Urbaniok, forensischer Psychiater – Andreas Brunner, ehemaliger Staatsanwalt – Benjamin Brägger, Jurist und Autor

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