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Di, 05.11.2019 | 01:40-01:58 | MDR

MDR Kultur – Filmmagazin

Berichte von der Dokfilmwoche Leipzig
Kulturmagazin, D

Berichte von der Dokfilmwoche Leipzig Gundermann Revier Regie: Grit Lemke, Deutschland, 2019 Gerhard Gundermann (1955 – 1998) Liedermacher, Poet und Baggerfahrer im Braunkohletagebau in der Lausitz. In dieser Region verdichten sich globale Problemstellungen auf lokaler Ebene wie in einem Brennglas – vom Strukturwandel bis hin zur Klimakrise. Größtenteils unveröffentlichte Archivaufnahmen und Gundermanns Lieder gehen dabei einen Dialog ein mit Beobachtungen und Gesprächen in dessen Revier, begleitet von der Voice-Over-Stimme der Regisseurin, die nicht minder im Kohlegebiet verwurzelt ist. Autobahn Regie: Daniel Abma, Deutschland, 2019 Tausende Lkw wälzen sich täglich durch die Innenstadt von Bad Oeynhausen und über die Bundesstraße 61. Eine Umgehungsstraße soll gebaut werden. Über einen Zeitraum von acht Jahren dokumentiert der Film den Verkehrsinfarkt am Nadelöhr, die Arbeit von Bürgermeister, Polizei, Feuerwehr und Baufirmen, die Verzögerungen bei der Fertigstellung der Nordumfahrung und vor allem die Reaktionen der betroffenen Anwohner. Die freuen sich auf Ruhe und Entlastung – oder werden schon bald ein Stück Autobahn vor ihrem Häuschen haben. Space Dogs Regie: Elsa Kremser/Levin Peter, Österreich/Deutschland, 2019 Laika war eine gewöhnliche Moskauer Straßenhündin. Bis sie zur vielleicht berühmtesten Hündin der Welt wurde, als man sie 1957 ins Weltall katapultierte. Seither gilt sie als erstes Lebewesen, das die Menschen gezielt in eine Umlaufbahn der Erde beförderten. Dass Laika bereits einige Stunden nach dem Start der Rakete starb, wurde erst im Jahr 2002 bekannt. Bis heute hält sich die Legende, Laika sei als Geist zur Erde zurückgekehrt und zöge seitdem durch die Straßen von Moskau. Levin Peter und Elsa Kremser begeben sich nun mit ihrem wunderbar montierten Dokumentarfilm auf die Spuren dieses Geistes. Photographer of War Regie: Boris Benjamin Bertram, Dänemark, 2019 Jan Grarup ist Fotograf mit Leib und Seele. Seine Bilder aus Kriegsgebieten haben ihn berühmt gemacht. Der Film von Boris Benjamin Bertram trifft auf Grarup in einem Moment, in dem sich alles ändert: Die Frau, mit der er vier Kinder hat, ist an einem Gehirntumor erkrankt. Grarup, davor wohl eher ein Abenteurer, muss sich nun kümmern. Und er weiß, wenn er im Irak an die Front gegen den Islamischen Staat geht, dass er heil wieder nach Hause kommen muss, weil er das seinen Kindern schuldet. Bertrams Film ist zugleich intim und diskret.

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