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Do, 12.09.2019 | 20:15-21:00 | BR Fernsehen

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... durch die Woche mit Christoph Süß
Magazin, D 2019

Tempo ohne Limit? – Bayerns berüchtigte Raser-Autobahn Auf der A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen gab es kürzlich wieder einmal einen schweren Unfall. Ein junger Mann starb durch Raserei in einem hochmotorisierten Sportwagen mit über 500 PS. Tatsächlich ist diese Autobahn berüchtigt für viele Unfälle im Hochgeschwindigkeitsbereich. Trotz der Gefahr gibt es Reiseveranstalter, die im Ausland gezielt mit dem Geschwindigkeitsrausch auf deutschen Autobahnen werben, und somit erst recht risikobereite Fahrer auf die Straßen locken. Doch Versuche, die Geschwindigkeit zumindest auf der A95 zu begrenzen, scheitern an hohen gesetzlichen Hürden. Das neue Waldsterben – Sind Bayerns Bäume noch zu retten? Herbst 2019: Große Waldflächen sind vertrocknet, andere fallen dem Borkenkäfer zum Opfer. Das Problem ist auch selbstgemacht, die Monokulturen sind auf Klimawandel und Schädlingsinvasionen nicht vorbereitet. Waldbesitzer stehen vor den traurigen Resten dessen, was über Generationen eine solide Lebensgrundlage geboten hat. Die Politik reagiert mit Baumpflanzprogrammen. Dabei fordern immer mehr Experten einen radikalen Schritt: Die Rückkehr zum Urwald. Doch das würde von den verzweifelten Waldbesitzern erfordern, zunächst noch weitere Verluste in Kauf zu nehmen. Etikettenschwindel? – Der angeblich "kostenlose" Kindergarten 100 Euro monatlich pro Kind, das einen Kindergarten besucht! Die Staatsregierung rühmt sich: Der Freistaat leiste Entscheidendes für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der kostenlose Kindergarten war ein zentrales Wahlversprechen der Freien Wähler. Doch seitdem der Zuschuss gezahlt wird, erhöhen viele Träger die Kindergartengebühren, teils genau um die Summe der Förderung. Viele betroffene Eltern sagen: Der "kostenlose" Kindergarten sei nichts als Etikettenschwindel. Die Träger allerdings verweisen auf die hohen Kosten guter Kinderbetreuung. Totschlag-Argumente: Der SUV-Streit und die Debattenkultur Vier tote Passanten in Berlin: Nach allem, was bisher bekannt ist, ein tragischer Unfall mit einem SUV. Sogleich gibt es Forderungen, SUVs aus der Stadt zu verbannen, gar zu verbieten. Die Echokammern in den "sozialen" Medien verschärfen die Debatte, für Differenzierung bleibt wenig Raum. Viele, die große Geländewagen wegen ihrer schlechten Ökobilanz und ihrer übertriebenen Größe ohnehin ablehnen, sehen sich bestätigt. Dabei weisen Unfallforscher darauf hin, dass ein vergleichbarer Unfall auch mit einem kleineren Auto passieren kann. So zeigt der SUV-Streit beispielhaft, wie Debatten in Deutschland in die Irre führen: Wer die komplexe Realität berücksichtigt, findet wenig Gehör. Gülle-Blockade – Bauern gegen Zuagroaste In Inning am Ammersee stinkts, sagt zumindest ein zugezogenes Ehepaar. Die Herrschaften regen sich darüber auf, dass der Landwirt nebenan sein Feld odelt, und beschweren sich beim zuständigen Amt. Das aber stellt fest: Der Landwirt hat nichts falsch gemacht. Das Ehepaar jedoch gibt nicht auf und blockiert den Rückweg vom Feld. Eine mutige Aktion gegen die Überdüngung unserer Böden? Oder einfach nur Nötigung? Der Bauer jedenfalls wehrt sich mit ebenfalls robusten Mitteln gegen die Odel-Blockade. Inzwischen ermittelt die Polizei.

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