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Detailbild Satansbraten

Satansbraten

Komödie - D 1976 - 112

Von allzugroßer Subtilität hielt der deutsche Regisseur Rainer Werner Fassbinder nie viel, wie auch diese böse Farce um einen ehemaligen „Revolutionsdichter“ namens Walter Kranz (dämonisch-kindlich: Kurt Raab) zeigt. Der Literat leidet seit zwei Jahren unter einer Schreibhemmung, von der er sich erst durch den Lustmord an seiner nymphomanischen Geliebten befreien kann. Aber auch nur scheinbar: Das Gedicht, das er danach verfaßt, wurde bereits lange zuvor wörtlich von Stefan George geschrieben; und auch sein geplantes Interview-Buch mit einer Prostituierten erweist sich schon im Ansatz als Flop. Nach diesen und weiteren Eskapaden fällt Kranz schließlich alles auf den Kopf – und Fassbinder amüsiert sich samt seinem Publikum köstlich über ein verpatztes Künstlerleben, wie sich das Kleinbürger (auch „alternative“) so vorstellen.

Originaltitel
Satansbraten
Sprachen
Deutsch
Schauspieler
Kurt Raab (Walter Kranz), Margit Carstensen (Andrée), Helen Vita (Luise Kranz), Volker Spengler (Ernst Kranz), Ingrid Caven (Lisa), Y Sa Lo (Lana von Meyerbeer), Ulli Lommel (Lauf), Armin Meier (Stricher), Katherina Buchhammer (Irmgart von Witzleben), Vitus Zeplichal (Urs), Brigitte Mira (Mutter Kranz), Hannes Kaetner (Vater Kranz), Peter Chatel (Eugen), Heli Finkenzeller, Marquard Bohm (Rolf), Christiane Maybach (Agentin; Agentur Milutinovic), Nino Korda (Bankangestellter), Adrian Hoven (Arzt im Krankenhaus), Elke Aberle (Lana von Meyerbeer), Alexander Allerson (Verleger), Ellen Eckelmann (Erika; Sekretärin des Verlegers), Katren Gebelein (Lisas Mutter), Hannes Gromball (Taxifahrer), Wolfgang Hess (Rolf), Sonja Neudorfer (Bedienung), Michael Octave (Jünger), Helmut Petigk (Schneider), Dieter Schidor (Willy), Michael Stippel (Stricher), Monica Teuber (Frau im Fahrstuhl)
Regie
Rainer Werner Fassbinder
Drehbuch
Rainer Werner Fassbinder
Kamera
Michael Ballhaus, Jürgen Jürges
Musik
Peer Raben
10.61.5.115