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Detailbild Kaspar Hauser

Kaspar Hauser

Drama - D/Ö/S 1993 - 139

Am Pfingstsonntag des Jahres 1828 taucht er plötzlich in Nürnberg auf, als wäre er vom Himmel gefallen: ein 16jähriger Junge, der nur seinen Namen – Kaspar Hauser – kennt und den Großteil seines Lebens anscheinend in einem dunklen Verlies verbracht hat. Dort wurde er zwar gut verpflegt, aber von jedem Kontakt mit der Außenwelt und anderen Menschen ferngehalten.Das Rätsel um seine Herkunft verleitet ganz Europa zu den verstiegensten Spekulationen. Doch bevor Kaspar selbst zur Klärung der Vergangenheit beitragen kann, verschwindet er ebenso überraschend von der Bildfläche, wie er gekommen ist. Er wird im Mai 1833 von unbekannten Tätern ermordet. Sein “Fall” bleibt ungelöst und fasziniert kluge Köpfe bis heute.“Von fürstlichem Stande?”Der neue “Kaspar Hauser”-Film nähert sich seinem Thema auf völlig andere Weise als Werner Herzogs prätentiöse Bearbeitung des Stoffes in “Jeder für sich und Gott gegen alle” (1974). Regisseur Peter Sehr ging es weniger um die Konfrontation des Naiven mit der unbegreiflichen Zivilisation (die auch im Mittelpunkt von Jodie Fosters “Nell” steht), sondern um die politische Intrige hinter dem Rätsel.Bereits 1828 vermutete der Jurist Anselm Ritter von Feuerbach eine Verschwörung in höchsten Kreisen: demnach sei Kaspar Thronfolger des Badischen Hofes gewesen, wenige Tage nach seiner Geburt jedoch von Erbschleichern beseitigt und für tot erklärt worden. Dieser Interpretation folgt auch der prominent besetzte Film mit André Eisermann (“Schlafes Bruder”), Katharina Thalbach (“Die Blechtrommel”) und Udo “Schubert” Samel. Ausländische Kritiker zählen “Kaspar Hauser” schon heute zu den deutschen Kino-Meisterwerken der letzten Jahre.

Originaltitel
Kaspar Hauser
Sprachen
Deutsch
Schauspieler
André Eisermann (Kaspar Hauser), Udo Samel (Daumer), Jeremy Clyde (Lord Stanhope), Katharina Thalbach (Comtesse Hochberg), Cécile Paoli (Stefanie Von Baden), Hansa Czypionka (Hennenhofer), Hermann Beyer (Feuerbach), Dieter Mann (Baron Wedel), Johannes Silberschneider (Tutor Meyer), Peter Lohmeyer (Leopold von Baden), Tilo Nest (Carl von Baden), Dieter Laser (Ludwig I. von Bayern), Uwe Ochsenknecht (Ludwig van Baden), Anja Schiller (Sophie von Baden), Gerd Lohmeyer (Blochmann), Franz Baumgartner (Mann), Valerie Vail (Dalbonne), Jan Skvor (Kasper as a Boy), Oldrich Vlach (Burgermeister Binder), Jennifer Chamberlain (Eleonore), Ladislav Krecmer (Zentner), Oldrich Slavík (Medizinalrat), Eva Zabelicka (Mother Danmer), Jirí Schmitzer (Anton), Jan Kehár (Polizeisoldat), Milan Vágner (Vorstecher Appellationsgericht), Barbora Lukesová (Josephine), Václav Mares (Von Beerstett), Oldrich Bartik, Dana Bartunková, Katerina Brozová, Milan Charvat, Jaroslav Durek, Alice Snirychová, Milan Findejs, Karel Hábl, Stanislav Hájek, Karel Hlusicka, Karel Huraib, Gabriela Jezková, Josef Jurásek, Lubomír Kostelka, Václav Kozibraska, Jan Kucera, Václav Legner, Jirí Lír, Petra Mastalirova, Svatopluk Matyás, Jan Morávek, Jan Nemejovský, Lucie Novakova, Hana Packertová, Rudolf Pechan, Milan Riehs, Ladislav Samlot, Petr Skarke, Lubomíra Sonková, Zdenek Srstka, Milan Vachalec, Marketa Voborilova, Jaromir Bartunek, Vitezslav Bouchner, Zdenek Cernín, Jirí Ded, Marcela Dürrová, Barbara Francova, Jan Grygar, Roman Hájek, Zdena Herfortová, Milan Horský, Anna Jelinkova, Antonin Julinek, Jirí Jurka, Václav Kotva, Dr. Tmil Krizek, Petra Laznickova, Zdenek Lhoták, Alois Liskutín, Zoja Matulikova, Václav Maurer, Martin Morávek, Jan Novák, Gustav Oplustil, Zora Pavlovskova, Jan Pohan, Bretislav Rychlík, Josef Seveg, Jan Slovák, Oldrich Srajer, Josef Stefl, Bohumil Vávra, Václav Vodák, Frantisek Vondracek, Václav Vydra, Vladislav Wimmer, Gustav Vondracek, Miroslav Výlet, Frantisek Zacharník
Regie
Peter Sehr
Drehbuch
Peter Sehr
Kamera
Gernot Roll
Musik
Nikos Mamangakis
10.61.5.115