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Die Mutter - The Mother

Drama - GB 2003 - 112

Man kann Tabus auch leise brechen, mit Stil und Gefühl, anstatt mit großen Paukenklängen. ”Die Mutter” erzählt die Geschichte einer sechzigjährigen Frau (Anne Reid), die sich nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes in einen sehr viel jüngeren Mann (Daniel Craig) verliebt. Natürlich klingt so eine Synopsis sehr nach ”Emanuelle für Ältere”, doch wenn man den Film erst einmal gesehen hat, vergehen derartige Vorurteile. Regisseur Roger Michell (”Notting Hill”) und Drehbuchautor Hanif Kureishi (”Intimacy”) dringen tief in die Gesellschaft ein, um jene Emotionen zu finden, die aus der Einsamkeit entstehen, und jene Form von Herzenswärme, die selbst Hass nicht töten kann. Es kann ein Leben dauern, bis man sich lebendig fühlt - mit diesem Satz wurde ”Die Mutter” bei ihrer internationalen Premiere in Cannes beworben. Stimmt schon. Andererseits könnte man auch sagen: Manchmal genügt ein Film.

Originaltitel
The Mother
Sprachen
Deutsch, Englisch
Schauspieler
Anne Reid (May), Peter Vaughan (Toots), Anna Wilson-Jones (Helen), Daniel Craig (Darren), Danira Govich, Harry Michell (Harry), Rosie Michell (Rosie), Izabella Telezynska (Polish Cleaner), Steven Mackintosh (Bobby), Cathryn Bradshaw (Paula), Carlo Kureishi (Jack), Sachin Kureishi (Jack), Simon Mason (Man in Tate Gallery), Oliver Ford Davies (Bruce), Jonah Coombes (Estate Agent), Zelda Tinska (Barmaid), Danira Govic (Au Pair)
Regie
Roger Michell
Drehbuch
Hanif Kureishi
Kamera
Alwin H. Küchler
Musik
Jeremy Sams
10.61.5.114