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Die Villa

Drama - GB/USA 2000 - 115

Italien, 1938. Eine elegante Engländerin ist nach Florenz gekommen, um sich zwischen gepflegtem Smalltalk, idyllischer Natur und herrlicher Kultur von den Strapazen ihrer Ehe zu erholen. Natürlich mit Augenmerk aufs Wesentliche: Mary Pantons (Kristin Scott Thomas) Gatte hat zuerst sein Geld und dann sich selbst verspielt, nun ist die Lady auf der Suche nach einer neuen Zufluchtsstätte für sich und ihre Leidenschaft. Es gibt gibt mehrere Angebote.Noblesse oblige. Sir Edgar Swift (James Fox) wäre sehr an einer Heirat interessiert. Der zukünftige Gouverneur von Bengal würde seine Angetraute in die höchsten Schichten der High Society einführen. Nur leider ist der Mann so steif wie seine Manieren. Und so alt wie ein hoher britischer Regierungsbeamter eben zu sein pflegt. Mary braucht Zeit und jede Menge Cocktails, um über sein Angebot nachzudenken. Selbst wenn ihre Gastgeberin, die Principessa San Ferdinando (Anne Bancroft), mit zynischer Vernunft auf ein Jawort drängt. Sie hat Erfahrung in diesem Spiel.Unterkühlte Action. Ein Abendessen führt die Wende ein. Die amourösen Avancen eines reichen Amerikaners (Sean Penn) enden in Ohrfeigen, Mary taucht in den Armen eines österreichischen Restaurant-Geigers (Jeremy Davies) unter, der sich auf der Flucht vor den Nazis befindet. Am Morgen nach der Liebesnacht steht sie selbst ganz oben auf der Abschussliste. Nun hat auch der Führer der lokalen Faschisten (Massimo Ghini) ein Auge auf sie geworfen. Allerdings kein begehrliches. Eher ein gefährliches. Bestseller von gestern. Im zweiten Viertel des vorigen Jahrhunderts waren die scharfsichtigen Gesellschaftssatiren von W. Somerset Maugham, der den Ausläufern der britischen Aristokratie quer über den Erdball folgte, um ihre Rituale in spannende Geschichten zu verwandeln, ein international beliebter Lesestoff. Heute ist der Mann fast vergessen. Somit besticht ”Die Villa” als Augenschmaus mit Mehrwert: Erstens verwöhnt Regisseur Philip Haas mit der klugen Aufbereitung einer Welt, in der Manieren das Maß aller Dinge und Katastrophen nur eine Frage der Selbstbeherrschung sind, und zweitens hat Maugham so viel geschrieben, dass der Film auch nach dem Abspann weitergehen kann. Ihr Buchhändler berät Sie sicher gerne.

Originaltitel
Up at the Villa
Sprachen
Deutsch, Englisch
Schauspieler
Kristin Scott Thomas (Mary Panton), Sean Penn (Rowley Flint), Anne Bancroft (Princess San Ferdinando), James Fox (Sir Edgar Swift), Jeremy Davies (Karl Richter), Derek Jacobi (Lucky Leadbetter), Massimo Ghini (Beppino Leopardi), Dudley Sutton (Harold Atkinson), Lorenza Indovina (Nina), Roger Hammond (Colin Mackenzie), Clive Merrison (Archibald Grey), Linda Spurrier (Hilda Grey), Ben Aris (Col. Trail), Anne Ridler (Lady Trail), Ann Bell (Beryl Bryson), Barbara Hicks (Lulu Good), Gianfranco Barra (Peppino), Gretchen Given (Isa Mackenzie), Mary Shipton (Dowager), Pierantonio 'Noki' Novara (Guard), Maurizio Lombardi, Mel Brooks (Train Station Man)
Regie
Philip Haas
Drehbuch
W. Somerset Maugham, Belinda Haas
Kamera
Maurizio Calvesi
Musik
Pino Donaggio
10.61.5.113