Interview mit Patricia Aulitzky
Ein Interview von Julia Pühringer
Coole Oide: Patricia Aulitzky im tele-Interview über ihre Rolle im Landkrimi „Tod in Tirol“. Regie führte Mirjam Unger, das Drehbuch stammt von Eva Testor.
So eine toughe Rolle ist selten: Aulitzky ermittelt im Trainings-Anzug, klopft coole Sprüche und hat keine Angst vor den bösen Typen.
tele: Was für eine geniale Rolle! Von dieser Figur würde man gern noch mehr sehen. Was ist das für eine Person?
Patricia Aulitzky: Sie taugt mir total. Eine taffe, instinktgetriebene Frau mit einem großen Sinn für Gerechtigkeit. Sie hat nicht viele Freunde, aber ein gutes Gespür. Sie hat sich nicht immer wahnsinnig unter Kontrolle. Das ist ein Attribut, das Frauenfiguren selten gegönnt wird. Ihr Look erzählt auch diese Transformation von der Polizistin zur Boxerin, am Ende ist ihre Matte fast Vokuhila-mäßig. Ich kenne im deutschsprachigen Raum keine Kommissarin, die auch nur ähnlich ist. Und das finde ich saugeil zu spielen.
Was lernt man beim Boxen spirituell?
Je mehr du weißt, wie du dich verteidigst, desto weniger musst du angreifen. Du bist dann auch innerlich stark.
Sie ermitteln jetzt in Tirol und Salzburg …
Ich finde es cool, dass ich in beiden Bundesländern ermitteln darf, Ursula Strauss ermittelt ja jetzt auch in „Tirolerblut“. Es sind auch zwei völlig unterschiedliche Figuren.
Der Tiroler Akzent war kein Problem?
Ich bin ja halb in Salzburg und halb in Tirol aufgewachsen. Aber wir haben uns abgestimmt, Dominik Raneburger kommt aus Osttirol, Katja Lechthaler spricht mehr Südtirolerisch …
Drehbuch und Regie machen Frauen – macht das einen Unterschied?
Also, abgesehen davon, dass wir alle coole Weiber sind, finde ich es ehrlich gesagt nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es Leute sind, die ihren Job gut und mit Passion machen.
Wie geht’s weiter?
Mit zwei Folgen von „Die Toten von Salzburg“ und „Der Geier“, ich spiele auch in „Benko“, der Serie über seinen Aufstieg und Fall.