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Lieblingsnachbarn: Die größten Klischees über Deutsche

Lieblingsnachbarn: Die größten Klischees über Deutsche
© Getty Images
Veröffentlicht:
07.05.2019
So, über wen könnte man sich noch lustig machen? Mal sehen... die Franzosen und die Briten haben wir schon durch, also liegt’s wohl auf der Hand wer als Nächstes auf den Klischee-Teller kommt: Unsere Lieblingsnachbarn – die Deutschen!

Aus Dankbarkeit, dass die lieben Deutschen unser Fernsehprogramm mit tollen Elyas M’Barek und Til Schweiger Komödien füllen, uns mit horizonterweiternden ‚Mitten im Leben‘ und ‚Berlin Tag & Nacht‘ Shows bereichern und ein wenig Hochdeutsch in unsere ausgeartete Sprache bringen, stehen sie heute mal im Mittelpunkt! Im Mittelpunkt der Klischees...

 

Schauen wir uns mal den Alltag eines klassischen Deutschen an:

Der typische Deutsche wacht pünktlich auf, wenn der Wecker dies vorgibt und hüpft wie eine Maschine sofort aus den Federn. Kein Liegenbleiben und Weiterschlummern, denn der Deutsche ist pflichtbewusst und diszipliniert. Die Bratwurst wird schnell mit einem Krug Bier hinuntergespült, sodass sich der Deutsche nun zu seinem Arbeitsplatz aufmachen kann. Dieser hat einen besonderen Wert für den Deutschen, denn der typische Deutsche definiert Leistung und Erfolg als absolutes Lebensglück. Natürlich erst hinter dem Traum, eines Tages Helene Fischer heiraten zu dürfen.

So steigt der Deutsche in seinen Volkswagen, cruist auf der Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung dahin und fühlt sich wie bei ‚Alarm für Cobra 11‘, während aus dem Radio die Bundeshymne dröhnt. Nenas 99 Luftballons. Natürlich nicht zu laut, es gibt ja Regeln.

In der Mittagspause wird gerne Zeitung gelesen, natürlich wird parallel dazu die Currywurst gegessen. Abwechslung muss ja auch sein. Da unser typische Deutsche karrierebesessen ist, nimmt er seine Arbeit am Ende des Tages mit nach Hause und erledigt sie dort, bevor er sich auf die Couch schmeißt und sein Lieblingsprogramm guckt. Nachrichten.

Gut, der gesetzlich vorgeschriebene Urlaub muss aber auch aufgebraucht werden. Schnell werden Flüge nach Malle gebucht. Die zweite Heimat der Deutschen.

Sodala, die abtrennbaren Cargo-Hosen sind eingepackt, die weißen Tennissocken sitzen on point und die Sandalen sind drübergeschnallt. Die schwere Spiegelreflex Kamera hängt auch schon um den Hals. Der Wecker für den nächsten Tag ist bereits gestellt. Nein nein, doch nicht wegen der Arbeit. Sondern um die Handtücher für die gesamte Familie auf den vordersten Liegen am Pool zu verteilen. Danach geht’s wieder gemütlich ins Bett.

Abends stürmt dann der typische Deutsche auf die Schinkenstraße zu, bestellt erst einmal ein paar Bier und vergisst bei der ohrenbetäubenden Schlagermusik all seine Probleme und Sorgen. So denkt er zumindest, bis ein angeheiterter, witziger Spanier daherkommt und einen Klischeewitz über die Deutschen raushaut. Das war‘s dann mit dem tollen Urlaub. Grantig verlässt der Deutsche die Bude, mitsamt seinem nicht vorhandenen Humor.

Zuhause in Deutschland angekommen wird erst einmal eine saftige, äußerst lange sowie äußerst kritische Bewertung auf Reisebewertungsportalen verfasst, bevor es dann überhaupt an‘s Koffer auspacken geht. So ist er nun mal, der typische Deutsche.

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