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71. Filmfestival Cannes

71. Filmfestival Cannes
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Veröffentlicht:
04.05.2018
Von 8. bis 19. Mai findet zum 71. Mal das Filmfestival in Cannes statt. Viele berühmte Frauen sind diesmal in der Jury – aber leider noch immer nicht im Wettbewerb.

Von Julia Pühringer

Die Stars des 71. Filmfestivals in Cannes sind unter anderem Ava DuVernay, Cate Blanchett, Kristen Stewart, Javier Bardem und Penélope Cruz.

Von 8. bis 19. Mai findet zum 71. Mal das Filmfestival in Cannes statt. Viele berühmte Frauen sind diesmal in der Jury – aber leider noch immer nicht im Wettbewerb.

Cruz Bardem Picturedesk cDen Wettbewerb des prestigeträchtigen Festivals eröffnen heuer Penélope Cruz und Gatte Javier Bardem in Asghar Farhadis Film „Everybody Knows“, zu erwartende Highlights sind unter anderem Spike Lees neuer Film „BlacKkKlansman“, die ebenso unfassbare wie wahre Geschichte eines schwarzen Polizisten, dem es seinerzeit gelang, per Telefon den Ku Klux Klan zu infiltrieren, weiters „Lazzaro Felice“ von der sensationellen italienischen Filmmacherin Alice Rohrwacher, von der ewigen Legende Jean-Luc Godard stammt „Le Livre d’image“, auch wenn sich an seinem Spätwerk oft die Geister scheiden, spannend wird vermutlich David Robert Mitchells „Under the Silver Lake“, von ihm stammt der legendäre Teenager-Horrorfilm „It Follows“.

 

Prominente Jury

Cate Blanchett Picturedesk c

Die grandiose Schauspielerin Cate Blanchett („Carol“, „Ocean’s 8“) wird heuer die Jury leiten, die über Wohl, Wehe und Goldene Palmen bestimmt. Mit dabei sind US-Regisseurin Ava DuVernay („Selma“), Kristen Stewart, die Rockerin unter den Schauspielerinnen, die französische Schauspielerin Léa Seydoux und die Musikerin Khadja Nin – gute Aussichten also für eine spannende Jury-Entscheidung.

Hauptsache Nebenschiene
Der Wettbewerb des weltberühmten wie mondänen Festivals verspricht zwar fix viel Glamour, erwartungsgemäß allerdings nicht nur künstlerische Highlights. Über die Eröffnungsfilme bzw. ihre Qualität wird regelmäßig gewitzelt. Es sind oft die Filme der Programm-Nebenschienen, die am meisten Eindruck hinterlassen. Große Vorfreude gibt es hierorts auf Filme der Nebenschiene „Semaine de la critique“, u.a auf Agnieszka Smoczynskas „Fuga“ (ihr letzter höchst absurder wie unterhaltsamer Film handelte von zwei Meerjungfrauen), auf „Chris the Swiss“ von Anja Kofmel sowie Rohena Geras „Sir“. Eröffnet wird das Programm mit der Romanverfilmung „Wildlife“ mit Carey Mulligan and Jake Gyllenhaal, der ersten Regiearbeit von Schauspieler
Paul Dano („Swiss Army Man“).

 

 

Alle Jahre wieder
Wie jedes Jahr wird erst das Festival selbst weisen, wo die wahren Filmdiamanten zu finden sind, gewohnheitsmäßig durchaus nicht nur im Wettbewerb – der nicht gefeit vor schlechten Filmen ist, wenn er nur Stars bringt. Und auch die Anwesenheit von noch so berühmten und durchaus kritischen Frauen in den Jurys kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Wettbewerb auch heuer gerade einmal drei Filme von Regisseurinnen laufen (bei insgesamt 21) und sich die meisten Filmemacherinnen in den Nebenschienen finden. Aber: Nach dem Festival ist vor dem Festival.

 

Cannes-Programm im TV
ARTE widmet dem weltberühmten Filmfestival auch heuer wieder einen Filmschwerpunkt, Cannes-Filme laufen auch auf Flimmit.
U.a. zu sehen sind:

  • „Blue Jasmine“, gewidmet der diesjährigen Jury-Präsidentin Cate Blanchett, Mo., ARTE, 20.15, gefolgt von „La Grande Bellezza – Die große Schönheit“.
  • Am Mi. folgt „Der Effekt des Wassers“, sowie „Cannes, die unglaubliche Geschichte“: Charlotte Rampling erzählt von den bewegten Anfängen des Festivals, das 1939 gegründet wurde, um den Nazi-Propagandafilmen entgegenzuwirken. Erstmals veranstaltet wurde es 1946.
  • Weitere Arte-Highlights: „Der Schatz“, In Corneliu Porumboius skurrilem Drama gehen zwei Männer auf die Suche nach einem vermeintlichen Schatz, sowie „Il Divo“ - Toni Servillo in einer fiesen Andreotti-Persiflage von Paolo Sorrentino. 

Cannes On Demand:
Das Streamingportal Flimmit bietet über 80 Filmhöhepunkte der letzten Jahre, darunter „Toni Erdmann“, „Leviathan“, „Amour Fou“, „Lawrence Anyways“ und „Poliezei“.
www.flimmit.at

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