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Ziemlich beste Nachbarn: Die größten Engländer Klischees

Ziemlich beste Nachbarn: Die größten Engländer Klischees
© Getty Images
Veröffentlicht:
19.03.2019
Die Briten, ach die Briten. Während die Franzosen sich nur von Käse und Baguette ernähren, die Deutschen immer weiße Socken zu Sandalen tragen und die Polen mit ihren Brechstangen Autos knacken, haben auch die Briten mit so einigen Vorurteilen zu hadern. Fairness muss sein. Schauen wir uns mal den Alltag eines klassischen Briten an:

Der typische Brite wacht morgens auf und lässt sich von einem hauseigenen Butler namens James die erste Tasse seines „early morning“ Tees servieren. Im Zimmer hängt verständlicherweise ein gigantisches Poster mit dem Porträt der Queen. Nachdem der typische Brite nun die Kraft hat aufzustehen, öffnet er zunächst das Fenster und checkt die Wetterlage. „What fine weather we have today!“. Eine kalte Windböe gepaart mit Nieselregen schnalzt dem Briten ins Gesicht.

 

Naja, solange es keine Sonnenstrahlen sind. Der typische Brite möchte ja keinen Sonnenbrand riskieren. Den bekommt er sowieso im Urlaub, quasi als Erkennungsmerkmal.

 

Keine Sorge, lieber Brite. Wir erkennen dich schon. An deinem lauten Gebrüll - abends , wenn bereits Nachtruhe herrscht. An deinem treuen Strand-Begleiter, der Bierdose. Doch spätestens dann, wenn du dein Strandtuch fallen lässt, wissen wir, dass du Brite bist. Denn dein neongrüner Stringtanga – Badeanzug ist nicht zu übersehen.

 

Na gut, nachdem der Brite sich seinen langen Mantel angezogen, den Hut aufgesetzt und seinen gebogenen Stock in der Hand hält, macht er sich nun auf den Weg. „Excuse me, this is a queue“. Oh, da hat sich unser Brite ohne es zu realisieren vorgedrängelt. Beim Aufzug. Wo genau eine Person stand. Ein Desaster.

 

Unser typischer Brite steigt nun in sein Auto und fährt aus Überzeugung auf der linken Straßenseite, während er eine Beatles CD reinschiebt und „Let It Be“ in Dauerschleife hört. Nun geht der typische Brite seinem ganz normalen Alltag nach, schließlich sind die Engländer auch nur Menschen. Zu Mittag gibt’s Fish and Chips in Zeitungspapier gewickelt.

 

Doch pünktlich wenn der Big Ben 5 Uhr schlägt, lässt der typische Brite alles stehen. Egal ob bei der Arbeit, beim Sex, beim Fußball, im Krieg, beim Autofahren oder bei einer Schlägerei. Denn der „five o´clock tea“ wird serviert. Auf einem Silbertablett natürlich.

 

Mit feiner Miene trinkt unser typischer Brite seinen Göttertrank. Der abgespreizte kleine Finger steht wie ein Bleistift, da die Briten bereits mit einem steifen kleinen Finger zur Welt kommen. Die Evolution ist schon ´ne gute Sache.

 

Ui, schon so spät? Das heißt dann wohl Feierabend. Nach dem furchtbar stressigen Tag stürmt unser Brite in den nächsten Doppeldeckerbus und fährt in sein Stamm-Pub. Da unser typischer Brite nicht so gut mit Alkohol umgehen kann, ist er letztendlich auch der erste der halbnackt auf dem Tisch tanzt und den Rest des Abends am Klo verbringt. Der Rest der Kundschaft geht einfach vor die Tür und wacht morgens zufällig wieder zuhause auf.

 

Der „early morning tea“ steht nämlich an.

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