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„Tote Mädchen lügen nicht“

„Tote Mädchen lügen nicht“
© Netflix
Veröffentlicht:
28.03.2017
Die geniale Mystery-Serie startet am 31.3. auf Netflix. Wir hatten die Stars der Serie, Katherine Langford und Dylan Minnette vorm Mikro.

Nachrichten aus dem Jenseits

Skandal an der Highschool: Wegen Mobbing hat sich ein Mädchen das Leben genommen. Auf Band erklärt sie, warum. Spannung rückwärts.

Hannah Baker (Katherine Langford) hat einen Packen altmodischer Kassetten hinterlassen, die nacheinander an 13 Personen gehen. Darauf erklärt sie, wer inwiefern zu ihrem Vorsatz beigetragen hat. Gewissensfragen plagen Hannahs ehemals beste Freundin Jessica (Alisha Boe) genauso wie Clay Jensen (Dylan Minnette), ihren Schul-Verehrer …

Todesfalle Highschool
Hier gibt’s kein falsches Drama: Eine fantastische Besetzung macht die Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuch-Bestsellers durch Netflix zum spannenden Thriller mit echten Einsichten in Komplexität, Absurdität und Herzschmerz des Teenagerlebens – auch für Erwachsene. Gut so.

Sie ist tot, er verliebt: Damit nimmt die Story in „Tote Mädchen lügen nicht“ (englischer Originaltitel: „13 Reasons Why“) ihren Anfang. Dann erhält Clay Jensen (Dylan Minnette) per altmodischer Kassetten eine Nachricht aus dem Jenseits. Hannah Baker (Katherine Langford) hat sich wegen Mobbing das Leben genommen. Nun erklärt sie, wer wie zu ihrem Vorsatz beigetragen hat.

Die Serie basiert auf einem Bestseller, den viele Teenager gelesen haben, was sagen eure Freunde dazu?
Dylan Minnette Es gibt schon Leute, die schon jetzt darüber spekulieren. Ich war letztens mit einer Freundin minigolfen, da meinte sie „Du bist in ‚Tote Mädchen lügen nicht‘, oder? Ich hoffe, du verbockst das nicht“ (lacht).

tele: Wie habt ihr selbst die Highschool überlebt, also im übertragenen Sinn?
Katherine Langford: Meine Schule war ganz anders als die von Hannah, da hatte ich Glück. Aber jeder hat’s in der Zeit schwer. Was mich gerettet hat, war die Musik: Immer wenn ich frei hatte, habe ich Songs geschrieben, das hat mir echt geholfen. Aber ich hatte keine Band. Dylan hat eine!

Hattet ihr auch Spaß am Set, damit es nicht zu deprimierend wurde?
Dylan: Ich habe mir vorher etwas Sorgen gemacht, weil wir ja nur junge Leute am Set waren, das könnte auch schiefgehen. Aber alle waren echt fantastisch und so konnten wir auch zwischen den Szenen herumblödeln.

„Tote Mädchen lügen nicht“ ist keine typische Teenager-Serie …
Dylan: Mir war gleich klar, das wird besser als die übliche Jugendbuchverfilmung. Immerhin führt u. a. Tom McCarthy Regie, er hat einen Oscar (für „Spotlight“, Anm.) gewonnen, auch die anderen RegisseurInnen haben schon tolle Filme gemacht. Serienmacher Brian Yorkey ist Pulitzer-Preisträger, Selena Gomez hat produziert. Mir war klar, wenn so gute Leute mitarbeiten, wird das etwas Besonders. Und Netflix hat bis jetzt auch noch nichts verhaut (lacht).

Wie seid ihr es angegangen, das Thema Selbstmord nicht zu romantisieren?
Katherine: Ich hab als Teenager viele Serien und Filme gesehen, wo es um dasselbe Thema ging. Das wird oft glorifiziert, das stimmt. Ich bin deshalb sehr stolz auf diese Serie, wir sind echt unnachgiebig, schauen genau hin, mit sehr viel Respekt und auch viel Sensibilität, und bleiben so authentisch wie möglich. Das ist bei uns keine kitschige Tragödie, keine romantische Phantasievorstellung, sondern kommt als das rüber, was es ist: Hässlich und endgültig. In der Vorbereitung hat man uns auch die Ressourcen zur Verfügung gestellt, Psychologen, etc. damit ich das verstehen und nachvollziehen konnte, auch beim Spielen

Habt ihr in echt je Kassetten benützt oder Mixtapes gemacht oder seid ihr dafür zu jung
Katherine: Früher, beim Autofahre mit meiner Mama.
Dylan: Ich habe immer Playlists gemacht (lacht). Für ein Mixtape hatte ich nie das richtige Werkzeug. Ich würde das gern einmal machen!

Katherine, das ist deine erste große Rolle – wie bist du als Australierin bei einer US-Serie gelandet?
Katherine:Das war ziemlich irr, aber auch ziemlich großartig. Ich hatte gerade die Schauspielschule für zwei Projekte aufgegeben, aus denen dann letztlich nichts geworden ist. Also saß ich zuhause in Australien rum, keine Schule, keine Jobs, und habe mich gefragt, was zur Hölle ich tun soll. Dann habe ich denen mein Video geschickt und ein Monat später ein Vorsprechen auf Skype gehabt, zwei Tage später hatte ich die Zusage. Dann mussten wir nur mehr in zehn Tage ein Visum aufstellen, das normalerweise acht Wochen dauert, aber auch das hat zum Glück noch geklappt (lacht).

Das Interview führte Julia Pühringer

Interviews

„Tote Mädchen lügen nicht“
Interviews, 28. März 2017
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