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Wertvolle Vorsorge

Wertvolle  Vorsorge
© Thinkstock
Veröffentlicht:
01.02.2017
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung werden unter anderem verschiedene Blutwerte kontrolliert. Jeder Erwachsene sollte diese kostenlose Gesundenuntersuchung einmal im Jahr durchführen lassen.

Ohne Beschwerden zum Arzt? Das mögen nur die Wenigsten. Auch wenn bekannt ist, dass bei der überwiegenden Zahl der Krankheiten im Falle einer Früherkennung wesentlich bessere Heilungschancen bestehen, „vergisst“ man gerne auf den Vorsorgetermin oder schiebt ihn auf die lange Bank. Dabei sollte man sich vor Augen führen, dass zahlreiche Erkrankungen im Anfangsstadium völlig beschwerdenfrei und unerkannt bleiben. Die Untersuchung einiger Werte kann Aufschluss über den allgemeinen Gesundheitszustand geben.


Blutdruck
Bluthochdruck ist ein Symptom und Risikofaktor für eine Vielzahl von Erkrankungen. Der Blutdruck lässt sich ohne großen Aufwand regelmäßig messen, wodurch Veränderungen leicht feststellbar sind.


Fettleber
In den letzten Jahren wurde ein starker Anstieg bei Fettleber-Erkrankungen beobachtet. Die Volkskrankheit betrifft rund jeden fünften Österreicher. Die Betroffenen haben keine Schmerzen und wissen daher oft nichts vom Zustand ihrer Leber. Übergewicht, erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette und Bluthochdruck steigern zudem das Risiko für eine Fettleberentzündung. Ein ungesunder Lebensstil, gekennzeichnet durch falsche Ernährung (zu viel Zucker und falsche Fette, zu wenig frisches Gemüse) sowie zu wenig Bewegung, führt oft zur Leberzirrhose.


Lebergesundheit
Bei der nicht-alkoholischen Fettleber spricht man von einer sogenannten Wohlstandserkrankung. Fast alle Betroffenen sind übergewichtig. Ausschlaggebend ist das Fett im Bauchbereich. Der Bauchumfang sollte bei Männern unter 102 cm und bei Frauen unter 88 cm liegen, lautet die Empfehlung seitens der HHÖ (Hepatitis Hilfe Österreich).

Cholesterin
Auch erhöhte Cholesterinwerte sind oft eine Begleiterscheinung von Übergewicht und Fehl­ernährung. Vor allem der Verzehr von Transfettsäuren wirkt sich negativ auf den Cholesterin-Spiegel im Körper aus. Künstliche Transfette sind vorwiegend in stark verarbeiteten Nahrungsmitteln wie Frittiertem, Keksen, Fertigsoßen oder Packerlsuppen zu finden und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Info: Erhöhte leberwerte?

Kontrolle ist besser!
Erhöhte Leberwerte können auf eine Schädigung des Entgiftungsorgans hinweisen. Da eine Lebererkrankung im Anfangsstadium sehr allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit oder Übelkeit, aber kaum Schmerzen verursacht, fällt der erste Verdacht nur selten auf die Leber. Eine Bestimmung der verschiedenen Leberwerte im Blut ist daher von größter Bedeutung für eine möglichst frühe Diagnose. Erst schwere und weit fortgeschrittene Erkrankungen wie Gelbsucht, Leberzirrhose oder Leberkrebs gehen mit deutlichen Symptomen einher.

Gute Nachricht
Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Leber – vor allem bei Früherkennung – über eine erstaunliche Regenerations­fähigkeit verfügt. Eine Änderung des Lebensstils und der Ernährung kann hier viel bewirken. So kann sich zum Beispiel sowohl eine alkoholische als auch eine nicht-alkoholische Fettleber (mögliche Vorstufe zu Leberzirrhose oder Leberkrebs) durch den Verzicht auf Alkohol, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung vollständig erholen.

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