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Neuer Anstrich für den Stadl

Neuer Anstrich für den Stadl
© ORF
Veröffentlicht:
08.09.2015

Nach über drei Jahrzehnten bekommt der Musikantenstadl einen komplett neuen Anstrich verpasst. Nebst neuem Logo und Namen – „Stadlshow“ – findet das Volksmusik-Spektakel künftig vor einer völlig neuen, dafür kleineren und wendigeren Kulisse statt, mit der auch kleinere Bühnen und Hallen bespielt werden können. Auf Eis gelegt wurde hingegen die Stadltournee. Während die traditionellen Live-Auftritte aus der Welt der Schlager und Volksmusik beibehalten werden, stehen künftig auch Vertreter jüngerer volkstümlicher Musikgenres wie Dialektpop auf der Bühne. Über Einspielungen von draußen erfahren die Zuschauer außerdem Wissenswertes über die jeweilige Region. tele traf das fesche schweizer-deutsche Moderatorenduo zum Interview.

tele: Wie war eure Reaktion als ihr erfahren habt, dass ihr zusammen die neue Stadlshow moderiert?

Francine Jordi: Es war einfach Liebe auf den ersten Blick (lacht). Ich habe mich riesig gefreut und diese große Herausforderung gerne angenommen. Das schöne bei uns ist, dass es ein bisschen Arbeitsteilung gibt: Während er vorwiegend in der Halle ist, gehe ich raus um die Landschaft zu erkunden, damit die Zuseher spannende Geschichten über die Region erfahren. Aber auch im Studio wird es die eine oder andere Überraschung geben.

Alexander Mazza: Ich habe mich riesig gefreut und vor allen Dingen bin ich auch stolz, weil wir ein Format fortführen das schon über 30 Jahre Bestand hatte und vielen, vielen Menschen viel bedeutet.

tele: Francine, hast du einen Traumkandidaten für ein Duett in der Sendung?

Francine: Traumkandidaten? Der Mazza! Nein, da gibt es so viele! Nino de Angelo ist ein toller Sänger, oder ein schwyzerdütschs Duett mit Beatrice Egli, Andreas Gabalier, Roger Cicero …                                                   

tele: Bei Gut Aiderbichl hast du gemeinsam mit Marc Pircher moderiert, der ein wenig kleiner ist als Alexander Mazza. Sind deine hohen Absätze schon ein Schritt in Richtung Anpassung?

Francine: Ja, ich hab gedacht ich nehm‘ mal die hohen Schuhe (schrilles Kichern), damit ich wenigstens auch ein bisschen im Bild bin wenn sie ihn fotografieren - nicht nur die Stirnfransen sondern doch auch der Kopf. Natürlich ist er auch viel schneller als ich. Als Schweizerin hänge immer hinterher. Schuhgröße 47 ist schon was sehr spezielles. Ich bin gespannt was wir noch alles aneinander auszusetzen und zu sticheln haben.

Alexander: Ich werd‘ dich einfach hin und da mal auf den Schultern oder Huckepack auf die Bühne tragen, damit du einmal siehst wies von mir oben aussieht. Oder ich nehm‘ immer einen kleinen Schemel mit, und immer wenn wir ko-moderieren stell‘ ich ihn hin, du springst rauf und keiner merkt‘s.

Francine: Oder du gehst einfach vor mir auf die Knie und moderierst den ganzen Abend auf den Knien!

Alexander: Nur weil du das gewöhnt bist mach‘ ich das definitiv nicht!

tele: Alexander, welchen persönlichen Zugang hast du zu volkstümlicher Musik und Schlagern?

Abgesehen davon dass ich seit Jahrzehnten in München wohne, wo wir alle gerne auf die Wies’n gehen, und dort gesellig bei Volksmusik und Schlager zusammensitzen, wurde zu Hause bei mir als ich ein Kind war viel deutscher und italienischer Schlager gehört, somit finde ich mich in diesem ‚Musikerbe‘ wieder.

tele: Wie siehst du dich als Moderator und Gastgeber in der Sendung?

Für mich ist es ganz wichtig authentisch zu sein. Gleich tauchte die Frage auf ‚Was, du moderierst die Stadlshow – ja kommst jetzt dann in Lederhosen?!‘ Wir werden aber beide keine Trachten tragen in der Show. Wir wollen weg vom Klischee, das nervt mich. In erster Linie will ich an der Seite von Francine unser Publikum unterhalten, neue Talente entdecken und über bekannte Künstler Neues erfahren. Das bewährte Publikum zu behalten und zusätzliche Zielgruppen zu gewinnen ist bestimmt ein Spagat, aber auch eine tolle Aufgabe!

tele: Habt ihr ein Ass im Ärmel um das traditionelle Publikum nicht zu verlieren?

Alexander und Francine unisono: Peter Kraus! (lachen)

tele: Was ratet ihr allen die dem neuen Stadl-Konzept skeptisch gegenüberstehen?

Alexander: Einfach einschalten am 12. September!

Francine: Entweder es gefällt oder nicht. Ich zwinge niemanden Schlager zu hören. Wir sind dazu da die Leute zu unterhalten, die Spaß haben an dieser Musik. Heute hören auch 20-jährige Schlager. Vor vier Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Andreas Gabalier oder Helene Fischer haben da viel dazu beigetragen.

Alexander: Wenn du bei Helene Fischer ins Publikum schaust stehen da überwiegend Männer. Ich kann gar nicht erklären warum …

Francine: Ich versteh es auch nicht …

Alexander: Das ist bestimmt die Akrobatik.

Francine: Ich glaube es ist die Lichtshow!

 

Eine Schweizerin und ein Deutscher?! Wer tritt in die Fußstapfen von Karl Moik und Andy Borg?

Die Schweizerin: Francine Jordi

*1977, Bern
1,64 m (ohne Schuhe)
Schlagersängerin, Komponistin
studierte Gesang, Klavier
1998: Gewinnerin des Grand Prix der Volksmusik mit „Das Feuer der Sehnsucht“
2002: Schweizer Kandidatin beim ESC mit „Dans le jardin de mon âme“ (dt. „Im Garten meiner Seele“)
2007: „Papagena“ in Mozarts Zauberflöte in Bern
wiederholte Male selbst zu Gast im Musikantenstadl

Der Deutsche: Alexander Mazza

*1972, Fürstenfeldbruck bei München
1,96 m
Sohn einer Wienerin und eines Italieners
studierte Kommunikationswissenschaften und modelte
moderierte u.a.: Mittagsmagazin SAM (Pro 7), Herzblatt (ARD, ORF), Mona Lisa (ZDF)
Gastrolle in der Telenovela „Sturm der Liebe“


Stadl-Termine:

12. September 2015, 20:15 Uhr, ORF 2, ARD, SFR 1, live aus Offenburg; Gäste: Poxrucker Sisters, Jürgen Drews, die Dorfrocker, Marc Pircher, Peter Kraus, The Baseballs, die Powerkryner, die Troglauer Buam, Marc Marshall, die Ehrlich Brothers, Bluma, Django3000, Claudia Koreck, Kunz und Wolfgang Fierek u.v.m.

31. Dezember 2015 live aus Linz

Interviews

Neuer Anstrich für den Stadl
Interviews, 08. September 2015
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