0%
 
Das österreichische Fernsehmagazin

Maximilian Schell ist tot

Maximilian Schell ist tot
© Picturedesk
Veröffentlicht:
01.02.2014
Der österreichisch-schweizerische Oscarpreisträger Maximilian Schell ist im Alter von 83 gestorben.

Der österreichisch-schweizerische Schauspieler Maximilian Schell ist im Alter von 83 gestorben. Erst vor wenigen Tagen wurde der Schauspieler aus dem Krankenhaus Kitzbühl entlassen, in dem er wegen einer Lungenentzündung lag.

Schell wurde am 8.12. 1930 als Sohn des Schweizer Schriftstellers Hermann Ferdinand Schell und der österreichischen Schauspielerin Noé von Nordberg in Wien geboren. Seit 1953 wirkte er als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg in Basel. 1958 hatte Schell es bereits auf den Broadway geschafft.

1959 holte ihn Gustaf Gründgens ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Dorthin kehrte er 1963 zurück, um zu Gründgens Abschied in der berühmt gewordene Hamlet-Inszenierung mitzuwirken. Zwischendurch und danach spielte und inszenierte Schell an zahlreichen Bühnen im In- und Ausland.

Schells Filmkarriere beginnt 1955 mit seiner Rolle als verzweifelter Deserteur in "Kinder, Mütter und ein General". Schell war außerdem der erste deutschsprachige Oscar-Gewinner nach dem Krieg. Er erhielt den Preis 1962 für seine Rolle als Kriegsverbrecher-Anwalt in der Hollywood-Produktion "Das Urteil von Nürnberg" (Heute, Samstag 1.2.2014, 20.15 Uhr, MGM)

Außerdem war er weitere Male als bester Darsteller und Nebendarsteller, sowie für den besten ausländischen und den besten Dokumentarfilm für den Oscar nominiert worden.

Er stand für viele erfolgreiche Filmproduktionen vor der Kamera, unter anderem: "Krakatoa" (1969), "Die Akte Odessa" (1974), "Steiner- das Eiserne Kreuz" (1977), "Das Tagebuch der Anne Frank" (1980), "Morgen in Alabama" (1984), "Deep Impact" (1998), "Fisimatenten" (2000), "Die Rückkehr des Tanzlehrers" (2004) und "The Brothers Bloom" (2008).

10.61.5.113