Sparmeisters Traumhaus 


Traumhaus
corbis ©2009

Wertvolle Spartipps:

Ein einfacher Grundriss ist günstig in der Errichtung. Verschachtelte Grundrisse, Gaupen und Erker sind teuer und mindern die Energie­effizienz. Große Fensterflächen kosten mehr als Wände. Auf keinen Fall sollten Sie bei der Gebäudedämmung, oder bei der Planung sparen. Gute Dämmwerte senken die Heizkosten, gute Planung hilft beim Sparen.

Wer einige Tipps beachtet, kann beim Hausbauen oder Sanieren viel Geld sparen.

Den Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen, das ist in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise eine besonders knifflige finanzielle Herausforderung. Die aktuelle ‚Häuslbauer-Studie‘ des Market Instituts bestätigt, dass die Finanzierung des Projekts Hausbau immer schwieriger wird. Tipp: Holen Sie bereits vor Bau- oder Renovierungsbeginn für alle wichtigen Posten mehrere verbindliche Angebote ein und erstellen Sie damit einen Finanzplan. So können Sie böse Überraschungen während der Bauphase vermeiden und Ihre Planung genau mit Ihrem Budget abstimmen. Ein Schlüsselfaktor beim Neubau ist die Größe: Mindestens 1.300 Euro muss man für jeden Quadratmeter Wohnfläche budgetieren, meist betragen die Kosten über 1.500 Euro.

Mit geschickter Raumplanung und dem Verzicht auf einige nicht unbedingt notwendige Quadratmeter – z.B. in den oft überdimensionierten Wohnzimmern – kann man schnell eine Summe im fünfstelligen Bereich einsparen. Ein guter Architekt hilft dabei.

Auch die Eigenleistung ist ein entscheidender Sparfaktor. Aber nicht nur Heimwerker-Könige, auch Shopping-Könige können mit Eigenleistung viel Bares sparen: Vor allem bei Materialien für große Flächen wie Fliesen oder Böden. Wer hier fleißig auf Schnäppchenjagd geht, kann das Baubudget ordentlich entlasten. Und hat dann im Idealfall nicht nur mit der Schönheit der Fliesen viel Freude – sondern denkt auch immer wieder gerne daran, wie preisgünstig sie waren.

Schlanke Energiekosten 

Eine thermische Sanierung zahlt sich aus.
Das merkt man auch im Sommer.


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Niedriger Energieverbrauch ist angesagt: Gebäude mit schlechter Energie­effizienz sind ebenso Auslaufmodelle wie durstige Autos.

Ob das eigene Haus sparsam im Betrieb ist, oder ob man das Geld zum Fenster hinaus heizt, verrät ein Energieausweis. Er ist seit Jänner für alle Gebäude verpflichtend und äußerst nützlich: Er zeigt energetische Schwachstellen und liefert wertvolle Verbesserungsvorschläge. Für ein Einfamilienhaus kostet die Ausstellung ca. 500 Euro. Eine Investition, die sich in der Regel schon nach ein bis zwei Heizsaisonen amortisiert. Eine Studie der Universität Klagenfurt über die Rentabilität der Wärmedämmung belegt, dass die thermische Sanierung eines durchschnittlichen österreichischen Einfamilienhauses höchst rentabel ist. Und zwar theoretisch sogar ohne die Förderung der Länder, wobei es diese Finanzspritze praktisch fast immer gibt.

Am günstigsten ist eine thermische Sanierung, wenn sie im Zuge einer Renovierung stattfindet. Wird die Fassade neu gestrichen, sollte man auch gleich für eine zeitgemäße Dämmung (z.B. mit 12- oder 16-cm-Dämmplatten) sorgen. Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie damit nicht zu nahe an das Nachbargrundstück kommen! Einfach und effektiv sind Dämmmaßnahmen im Dachgeschoß: Hier senken sie nicht nur die Heizkosten, sondern machen auch Schluss mit Saunatemperaturen im Sommer.