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Spider-Man

Spider-Man
Teaser:
Der junge Peter Parker (Tobey Maguire) wächst bei seiner Tante May (Rosemary Harris) und seinem Onkel Ben (Cliff Robertson) im New Yorker Stadtteil Queens auf. Der unscheinbare Typ geht noch zur Schule und jobbt als Fotograf beim "Daily Bugle".
Veröffentlicht:
05.06.2002
Als er bei einem Klassenausflug von einer genmanipulierten Spinne gezwickt wird, ändert sich sein Leben schlagartig. Peter hat auf einmal keinen Sehfehler mehr, dafür plötzlich doppelt so viel Muskelmasse. Zudem entdeckt er Minikrallen an seinen Fingern, die er gleich an der nächsten Wand ausprobiert. "Spinnensinn", Sprungkraft und Beweglichkeit komplettieren Parkers Mutationspaket: Spider-Man ist geboren.

Allerdings dauert es noch eine gewisse Zeit, bis er das begreift. Zunächst bestreitet Peter nämlich einen Ringkampf, den er dank seiner neuen Fähigkeiten ratzfatz gewinnt. Der Promoter verweigert ihm jedoch das versprochene Preisgeld. Aus Rache lässt Parker kurz darauf einen Einbrecher laufen, der sich über das Büro des Promoters hergemacht hatte.

Welch ein Fehler! Genau dieser Bösewicht bringt später nämlich Onkel Ben um. Peter plagen starke Schuldgefühle. In dieser schwierigen Zeit schwört er sich, künftig als Spider-Man gegen das Verbrechen zu kämpfen. Und weil normale Menschen keine wirklich fordernden Gegner sind, tritt sogleich Green Goblin (Willem Dafoe), das grüne Ekel, auf den Plan...

Wenn viele sich streiten, freut sich am Ende der Zuschauer. Wenn es immer so einfach wäre, könnten die Biergärten zumachen, weil jedermann nur noch im Kino sitzen würde. Im Falle "Spider-Man" trifft der Satz aber sicher zu, denn das jahrelange Gerangel um die Rechte führte doch noch zum guten Ende - einer großartigen Comicverfilmung nämlich.

Goblin-Darsteller Willem Dafoe hat schon von Natur aus die fiese Fresse (obwohl er in "Platoon" als Elias derjenige war, der die Moralfahne hochhielt). Tobey Maguire ("Gottes Werk und Teufels Beitrag") sieht mit seinen Muskeln aus, als hätte man den falschen Kopf auf den richtigen Körper gesetzt bzw. umgekehrt. Eine Fusion aus Spinnenkraft und integrem Jungen eben, die so typisch für Spider-Man ist. Über die Adäquatheit von Kirsten Dunst in der Rolle des angehimmelten Mädchens muss man sowieso kein Wort verlieren.

Doch "Spider-Man" ist mehr als gute Schauspieler, die in einem Meer an Effekten die Story über Wasser halten. Regisseur Sam Raimi hat es wirklich geschafft, einen Comic nahezu 1:1 auf die Leinwand zu bringen. Das ist ungewöhnlich in Zeiten, in denen die Denke vorherrscht, "effektvolles" Filmen sei allein Sache des Computers.
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