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Spy Game - Der Finale Countdown

Spy Game - Der Finale Countdown
Teaser:
...das Spiel bestimmt dich. Doch um welches Spiel geht es eigentlich?
Veröffentlicht:
13.03.2002
Zur Story: Im Jahr 1991 denkt der altgediente CIA-Profi Nathan Muir (Robert Redford) eigentlich nur noch an seinen wohlverdienten Ruhestand, als ihm die vielleicht härteste Mission seines Lebens ins Haus schneit. Muirs ehemaliger Schützling Tom "Boy Scout" Bishop (Brad Pitt) wurde nämlich in China wegen Spionage verhaftet - und dass Hollywood-Beaus meist Schwierigkeiten mit den Chinesen kriegen, wissen wir seit Richard Geres "Red Corner" (1997).

Bishop sieht seiner Hinrichtung entgegen, außer... Muir holt ihn rechtzeitig, innerhalb von 24 Stunden, aus dem Gefängnis. Doch sein Arbeitgeber, der mächtige CIA, will jeden politischen Konflikt vermeiden und ist dafür sogar bereit, das Leben Bishops zu opfern. Muir realisiert, dass er ganz auf sich allein gestellt sein wird.

Dennoch: Der Altmeister hat zu viel mit dem Inhaftierten erlebt, um ihn jetzt hängen zu lassen. Er war es schließlich, der Bishop zum CIA geholt hat...

Fazit: Man nehme den "Top Gun"-Erfolgsregisseur Tony Scott, den reifen, aber lange noch nicht verwitterten Charismabert Redford sowie dessen legitimen Erben Brad Pitt und fertig ist der geniale Spionagethriller. Die Zutaten stimmen, aber der Koch ist das Problem: Scott verrührt eine komplexe Story mit einer Unmenge von Rückblenden, die das Team Muir-Bishop bei Operationen rund um den Globus, u.a. in Berlin, zeigen. Oder sollte man eher das neudeutsche Wort "flashen" benutzen, denn die Ratz-Fatz-Einstellungen hat Scott seit "Top Gun" noch ein bisschen frisiert. Tolle Shots, ohne Frage, aber der Zuschauer mit normal ausgeprägten Sinnen wird bei diesem Film vor Wahl gestellt, ob er die Bilder oder die Story auf sich wirken lässt.
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