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Megamind 3D

Megamind 3D
© Universal Pictures
Starttermin:
03.12.2010
Veröffentlicht:
03.12.2010
Der sympathischste und komischste Bösewicht der Dreamworks-Filmgeschichte.

Megamind ist blau und böse, so böse wie ein Fiesling aus dem Hause Dreamworks nur sein kann. Sein Ziel: er muss Superheld Metroman besiegen, damit er in Metro City endlich an die Macht kommt. Mit Metroman liegt er immerhin schon seit Volksschulzeiten im Clinch, die selbstgefälligen Rockstar-Attitüden des Superhelden erzürnen ihn in letzter Zeit ganz besonders.

Zu diesem Behufe entführt er zum wiederholten Male die TV-Reporterin Reporterin Roxanne. Die findet das albern bis langweilig und lässt sich auch von Alligatoren nicht das Fürchten lehren. Megamind will den zuhilfe eilenden Metroman mit einem Strahl aus der geballten Energie der Sonne zerstören. Doch der Schreck ist groß: Zum ersten Mal ist Megamind eines seiner bösen Unterfangen tatsächlich gelungen, am Boden liegt nur mehr ein rauchendes Skelett mit Umhang.

Nach kürzester Zeit wird dem Oberbösewicht die Alleinherrschaft über Metro City ziemlich fad, außerdem sieht’s in Metro City inzwischen auch schon ziemlich aus. Also bleibt Megamind nur eines übrig: Er muss aus den Überresten von Metroman einen neuen Superhelden basteln.

Die Sache geht allerdings ordentlich schief, der Superhelden-Pfeil trifft nämlich ausgerechnet Roxanness doof-penetranten Nerd von einem Kameramann. Und der hat eigentlich gar keine Lust auf gute Taten, zumal Roxanne seit Jahren seine Avancen ignoriert. Bei der hat inzwischen Megamind gute Chancen – in einen netten Kerl verwandelt versucht er, Roxannes Herz zu erobern. Nur muss er zuerst den Bösewicht bekämpfen - was für ein Seitenwechsel!

Dieser Film ist ein einziger großer Spaß. Selten wurden Trickfiguren so liebevoll schattiert, farblich wie moralisch, Dialoge so fein poliert und auch noch bildtechnisch humorvoll pointierte Detailarbeit geleistet. 3D zahlt sich hier aus – die diversen Flugstunts werden zur echten Achterbahnfahrt. Hier haben Kids und deren Eltern was zu lachen – wer des Englischen mächtig ist, dem sei allerdings die Originalversion ans Herz gelegt. Da wird der egozentrische Superheld nämlich von Brad Pitt gesprochen, die formidable Tina Fey gibt die oberschlaue Roxanne und Will Ferrell den blauen Bösewicht. Der Soundtrack ist großartig: AC/DC, E.L.O., Elvis, Ozzy Osbourne, Guns'n'Roses und Michael Jackson. Das rockt in jeder Sprache.

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