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Robin Hood

Robin Hood
© UIP
Starttermin:
13.05.2010
Teaser:

Veröffentlicht:
26.05.2010
Krachige Action mit Pfeil & Bogen, wilden Kämpfen und ein wenig Romantik.

Wo Ridley Scott dreht, wächst kein Gras mehr. Soll heißen: bei ihm geht es actionreich zur Sache (siehe "Königreich der Himmel", "Black Hawk Down"). So auch bei "Robin Hood", der zweiten auch an den Kinokassen sagenhaft erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Scott und dem freundlichen neuseeländischen Muskelberg Russell Crowe.

Was hat nun der neue Robin Hood der Sage um den Retter der Witwen und Waisen bzw. den Rächer der Enterbten hinzuzufügen? Es handelt sich um ein Prequel – wir erfahren also, warum der edle Verbrecher überhaupt im Sherwood Forest landete. Und das kam so: Nachdem König Richard in der Schlacht gegen die Franzosen fiel, floh Bogenschütze Robin mit seinen Mannen vom Schlachtfeld in Frankreich, um rasch nach England zurückzukehren. Er brachte die Königskrone zurück – um unerkannt zu bleiben, nahm er den Namen eines gefallenen Mannes an, Sir Robert Loxley. Als er zu Loxleys Heimatort reist, um dessen Vater (herrlich irr: Max von Sydow) die Nachricht vom Tod seines Sohnes zu überbringen, überredet der ihn, dortzubleiben. Loxleys Witwe, Lady Marion (Cate Blanchett) ist dafür wohl mit ein Grund – die unbeugsame, starke wie attraktive Kämpferin für Recht und Unabhängigkeit gefiele ihm schon.

England ist völlig vom Krieg geschwächt – Robin Hood kämpft an der Seite von Marion gegen jene Kräfte, die das Land und seine Bewohner um ihr letzes Geld und ihr letztes Saatgut bringen wollen. Dass dabei ordentlich die Fetzen (und natürlich die Pfeile) fliegen, muss so sein. Wieso die einerseits recht realistische Action dann gar so frisch geschneutzt und kampelt daherkommt und Robin Hood auch noch die Magna Charta erfunden haben muss, bleibt ein Rätsel, das der Film auch mit einer aberwitzigen Länge von 140 Minuten nicht auflösen kann. Auch die Romantik kommt (zumal im Vergleich mit der Kostner-Version aus den Neunzigerjahren) ein wenig zu kurz, Kämpfe zu Fuß, zu Pferd und auch zu Schiff gibt es dafür in wahrlich rauen Mengen. Und viel mehr braucht's wohl auch nicht, um die Erwartungen zu erfüllen.

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