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Das österreichische Fernsehmagazin

Radio Rock Revolution

Radio Rock Revolution
© Universal Pictures
Starttermin:
17.04.2009
Teaser:
Wenn ein Piratensender 24 Millionen Zuhörer hat, werden Teile der Staatsmacht nervös ...
Veröffentlicht:
23.04.2009
Einschalten. Aufdrehen. Abrocken.
1966 war (nicht nur) britische Pop-Musik weltweit auf Erfolgskurs. Gerade für Briten war es aber nicht selbstverständlich, die geliebten Songs im Radio zu hören. Der Staatsfunk BBC widmete Rock und Pop gerade mal 2 Stunden in der Woche. Aber auch in Österreich war es für Rock- und Popfans ähnlich öd, die erste Sendung von Ö3 ging am 1. Oktober 1967 über den Äther. Die Briten behalfen sich in dieser Notlage mit illegalen Piratensendern, die von Booten, die weit vor der Insel verankert waren, rund um die Uhr Rock und Pop über den Äther schickte.

So viel zum historischen Background, der die Grundlage für Richard Curtis´neuesten Film ist. In Starbesetzung erzählt er die Geschichte von „Radio Rock“, einem Piratensender mitten in der Nordsee und seinen Hauptfiguren: den Radio-DJs. Curtis versucht das Feeling der Roaring Sixties heraufzubeschwören und kann seine Darsteller durchaus motivieren, die besondere Stimmung zu vermitteln, die vor über 40 Jahren bei den Piratensendern geherrscht haben dürfte. Regisseur Curtis ist aber vor allem erfolgreicher Drehbuchautor britischer Comedyserien (Mr. Bean, Blackadder) und von Filmen wie „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Notting Hill“, die Bridget Jones-Movies, „The Girl in the Café“ oder „Tatsächlich … Liebe“, in dem er auch zum ersten Mal Regie führte. Und dieser Hang zu Feelgoodmovies ist auch „Radio Rock“ anzumerken, manche Szenen sind einfach zu lang oder versprühen so viel gute Laune, dass es schon anfängt zu nerven. Aber das ist zweifellos auch Geschmackssache, und dank wirklich exzellenter Schauspieler ist der Film letztlich einen Kinobesuch wert.

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