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Watchmen

Watchmen
© UPI
Starttermin:
6. März 2009
Teaser:
„300“-Regisseur Zack Snyder wagt sich an einen Comics-Stoff, der vielfach für unverfilmbar gehalten wurde.
Veröffentlicht:
04.03.2009
Die Wächter

Vorab gesagt: Wer sich bei „Watchmen“ die übliche Superheldenkiste à la Hollywood erwartet, wird sich vermutlich wundern. Zumindest die Comicsvorlage (vom Briten Alan Moore erdacht, vom Briten Dave Gibbons illustriert) hat mit Superman und vergleichbaren „guten“ Helden wenig gemein. Und selbst das Oeuvre von Frank Miller, dessen „300“ Zack Snyder 2007 kongenial für die Leinwand umsetzte und dessen „Dark Knight“-Vorlage oder „Sin City“ auch nicht zu den sonnigsten Filmstoffen zählen, ist im Vergleich zu den „Watchmen“ beinahe soft.

Angesiedelt ist die in 12 Teilen 1986 und 1987 erstmals erschienene „Watchmen“-Serie im Jahr 1985. Damals war der „Kalte Krieg“ noch richtig heiß und Alan Moore zog die Schrauben fiktiv noch ein wenig weiter an. Denn nicht wie in Wirklichkeit Ronald Reagan ist in den „Watchmen“ US-Präsident, sondern in bereits fünfter Amtszeit „Tricky Dick“ Richard Nixon (der hatte diesen Spitznamen schon lang vor Richard Cheney). Und unter Nixons Führung steht die Supermacht kurz vor dem Atomkrieg mit der Sowjetunion.

Auf die Kinofans wartet über 160 Minuten eine bitterböse und blutrünstige Geschichte und nichts für Zimperliche. Die „Watchmen“-Superhelden jedenfalls, denen im fiktiven Nixon-Amerika jede Superheldenbetätigung offiziell verboten wurde (außer sie arbeiten für die Regierung …), entpuppen sich als mehrheitlich höchst fragwürdige Gestalten, die schließlich eine schreckliche Verschwörung offenbar werden lassen ...

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