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Die Anruferin

Die Anruferin
© Wüste Film West
Starttermin:
Ab 20. März im Kino
Teaser:
Mit Kinderstimme und per Telefon lockt Irm ihre Opfer in eine böse Falle. Eine unfreiwillige Freundschaft bedroht ihr bizarres Spiel
Veröffentlicht:
18.03.2008
Irm Krischka (Valerie Koch) ist eine blasse, unscheinbare Frau Anfang 30, die einer langweiligen Tätigkeit in einem Waschsalon nachgeht und nebenbei auch noch ihre alte, alkoholkranke Mutter (Franziska Ponitz) pflegt. Eine Mutter, die immer wieder suggeriert, dass sie Irms längst verstorbene Schwester stets mehr geliebt hat.

Irm lebt abgesehen davon eigentlich absolut isoliert und wehrt sämtliche sozialen Angebote ihrer Mitmenschen ab. Stattdessen entwickelt sie die Angewohnheit, wildfremde Menschen mit verstellter Stimme anzurufen.

Ihnen macht sie vor, sie sei ein kleines Mädchen, dass sich einsam fühlt. Eine perverse Freude hat Irm dann auch noch daran, einige Tage später als Mutter des Mädchens erneut den Kontakt zu suchen, um deren Tod zu mitzuteilen.

Ihr eingeübtes Spiel gerät aus dem Ruder, als ihr bei einer jener Todesbotschaften das wahre Leben dazwischen funkt. Oder besser gesagt: der wahre Tod. Denn gerade in dem Moment, als Irm der lebensfrohen Sina (Esther Schweins) die Lüge vom Tod ihrer leukemiekranken Tochter erzählen will, erfährt Sina vom Unfalltod ihres Mannes.

Später treffen sich die beiden Frauen durch Zufall wieder und Sina glaubt in Irm eine Leidensgenossin zu erkennen. Ihrer Sympathie kann die neurotische Irm kaum entrinnen, verfängt sich aber in ihren eigenen Komplexen und bekommt Angst...

Der Stoff basiert auf dem als Monolg konzipierten Theaterstück von Vera Kissel. Das Stück wurde schon auf zahlreichen Theaterbühnen gezeigt, bevor die Filmmacher sich davon inspirieren ließen.

Ist dieser packende, emotionale Film nun ein Drama oder ein Thriller? Schwer einzuordnen - Regisseur Felix Randau meint dazu: "Ich habe gemerkt, eine klare Zuordnung in eines der klassischen Genres hätte die Geschichte in ihrer Vielfalt beschnitten. Irgendwann haben wir uns dann auf die Bezeichnung 'Psychogramm' geeinigt."
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