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Winterzeit ist Grippezeit

Winterzeit ist Grippezeit
© Thinkstock
Veröffentlicht:
16.12.2016
Mit einer Grippeimpfung schützt man nicht nur sich, sondern auch andere … tele im Gepräch mit Dr. Pamela Rendi-Wagner

Jedes Jahr gibt es in Österreich zahlreiche Todesfälle durch Influenza. „Durch eine Impfung kann jedoch die Gefahr der Erkrankung stark gesenkt werden“, so Dr. Pamela Rendi-Wagner, Leiterin der Sektion Öffentliche Gesundheit und medizinische Angelegenheiten im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen.

tele: Warum ist Ihrer Meinung nach die Grippe-Impfung wichtig?
Rendi-Wagner: Typischerweise kommt es zwischen Dezember und März jährlich zu einer Grippewelle, bei der sich rund fünf bis 15 Prozent der Bevölkerung anstecken und viele davon erkranken. Besonders Säuglinge, Kleinkinder, Personen ab 50 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma, Zuckerkrankheit und anderen chronischen Erkrankungen sind gefährdet für schwerwiegende Verläufe. Beispielsweise kann es im Rahmen der Influenzaerkrankung zu schwerer Bronchitis oder Lungenentzündungen kommen, Kreislaufversagen, Nieren- oder Herzmuskelentzündung und auch Gehirnentzündung. Deswegen müssen diese Patienten auch oft im Krankenhaus versorgt werden, und es kommt vor allem bei älteren Personen vereinzelt auch zu Todesfällen. Die Influenza-Impfung ist eine einfache, kostengünstige und sichere Methode zur Verhütung vieler Erkrankungsfälle und trägt dazu bei, schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden.

Welche Menschen sollten sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen?
Rendi-Wagner: Die Impfung ist jedem zu empfehlen, der sich schützen will. Unbedingt impfen lassen sollten sich aber Personen mit erhöhter Gefährdung wegen chronischen Erkrankungen, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch während der Grippewelle, Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat, Personen im Umfeld von Neugeborenen, Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr, stark übergewichtige Personen, Betreuungspersonen und Haushaltskontakte von Risikogruppen, also jene, die kleine oder kranke Kinder, ältere Personen oder Personen der zuvor genannten Gruppen betreuen, Personen aus Gesundheitsberufen und auch Reisende.

 

ehrmann rendi 2 newuDr. Pamela Rendi-Wagner

• Leiterin der Sektion Öffentliche Gesundheit und medizinische Angelegenheiten im BM für Gesundheit und Frauen.
• Nationale und internationale wissenschaftliche Tätigkeit in den Bereichen Infektionsepidemiologie, Vakzinprävention und Reisemedizin.
• Gastprofessur an der Tel Aviv University, Israel, und Gastdozentur an der Medizinischen Universität Wien.

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