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Shooting Dogs

Shooting Dogs
© timebandits
Starttermin:
Ab 17. Mai 2007 im Kino
Teaser:
Ruanda, Ost-Afrika, 1994. Hutu-Extremisten stürzen das Land ins Chaos. Ihr Ziel: Sie wollen die Tutsi-Minderheit vernichten. Vor dem Hintergrund des schrecklichen Völkermordes in Ruanda drehte Michael Caton-Jones ein bewegendes, packendes Drama das keinen kalt lassen kann.
Veröffentlicht:
09.05.2007
Die Hauptfiguren in diesem ebenso dramatischen wie erschreckenden Kino-Epos sind drei Europäer.

Der Missions-Priester Christopher (gespielt von John Hurt), der junge Lehrer Joe (Hugh Dancy) und der französische UN-Soldat Charles Delon (Dominique Horwitz). Alle drei stehen für eine europäische Werte-Welt, die im Laufe der Ereignisse zu zerbrechen droht.

Joe ist als Lehrer nach Ruanda gekommen, um an Christophers Schule zu unterrichten. Der Frieden im Land ist labil, UN-Soldaten unter dem Kommando von Capitaine Charles Delon sind in der Schule stationiert, um die Einhaltung dieses Friedens zu überwachen.

Mit einer "Überwachung" ist es allerdings nicht mehr getan, als Hutus mordend durch das Land ziehen, um die Minderheit der Tutsis zu vernichten.

Hunderte Tutsis fliehen in das Schulgelände. Hier sind sie zunächst geschützt. Doch die Belagerung nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Und aus der Bedrohung wird erschreckende Ausweglosigkeit.

Die UN-Soldaten haben nicht das Mandat, die mörderische Bedrohung abzuwehren. Allein, sie dürfen auf die Hunde schießen, die sich über die sich anhäufenden Leichen hermachen: "Shooting Dogs".

Ein bewegendes Meisterwerk, gedreht an Originalschauplätzen nach wahren Ereignissen. Beim Massenmord in Ruanda kamen mehr als 800.000 Menschen ums Leben. Viele der hier mitwirkenden Schauspieler, Techniker und Statisten haben selbst Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Nachbarn verloren.

"Shooting Dogs" kommt nicht ohne Blut, Mord und Totschlag aus. Aber weitghend ohne martialische (Ab)Schlachtszenen. Hier genügen Andeutungen, die Ahnung und die schreckliche Gewissheit, dass kein aufgemotztes Film-Märchen erzählt wird. Die Wahrheit und das Versagen der internationalen Staatengemeinschaft sind erschütternd genug.

In Anbetracht dieses emotionsgeladenen Dramas wirkt so mancher actionüberbefrachtete Hollywoodstreifen wie lächerliches Macho-Theater.
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