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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 13:48 Uhr
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Politrevue revisited
© ORF
Politrevue revisited
Anlässlich der neuen „Sommergespräche“ ab 16. August sprach tele mit Ingrid Thurnher über ihren Arbeitsalltag, Live-Überraschungen und Lebensgefahr.
 

Sie ist zwar noch zu jung für den Begriff "Urgestein", wenn's aber um gut recherchierten Polit-Talk geht, ist Ingrid Thurnher die Frau vom Fach. tele traf Ingrid Thurnherr zum Interview.

tele: Die „Sommergespräche“ wieder in Studioatmosphäre, es gibt keinen Promi mehr  – was war der Grund?
Thurnher: Die Sommergespräche sind ein Format, das jedes Jahr neu/anders gestaltet wird. Es ist keine Studio-Atmosphäre, sondern ein sehr interessanter Raum in der Wiener Hofburg. Wir haben uns dafür entschieden, die Sommergespräche heuer wieder live zu senden, damit fällt ein Schauplatz im Freien automatisch weg, weil es um diese Zeit bereits stockdunkel ist.

Erwarten Sie dadurch auch eine Veränderung bei den Gästen?
Ein Live-Interview ist immer dynamischer als ein aufgezeichnetes Gespräch, auch wenn die letzten Gespräche nicht nachbearbeitet wurden.

Hat sich Ihr Arbeitsalltag in den letzten Jahren verändert?
Sehr. Ich habe, auch wenn ich gar nicht mehr so viel on air bin, fast immer eine Sechs-Tage-Woche. Wir sind ja eine gemeinsame Redaktion von Club 2, Im Zentrum, Pressestunde, Europa-Studio, Runder Tisch, Sommergespräche, all diese Dinge. Der Chef ist der Robert  Stoppacher und ich vertrete ihn, wenn er nicht da ist. Ich hab auch viel mehr administrative Sachen zu tun.

Nach welchen Kriterien werden bei „Im Zentrum“ Gäste eingeladen?
Das einzige Kriterium ist immer, wer zu diesem Thema die interessantesten Gäste sind. Die fragt man dann zuerst. Leider ist es ganz oft so, dass die, die gerade ganz spannend wären, in der Situation kein Wort sagen wollen.

Hat man bei fünf Gästen ein wenig die Funktion einer Klassenlehrerin?
Ich finde, das hat sich sehr gebessert, seit wir in dem neuen Format sind, weil das nicht mehr so zum Durcheinanderschreien einlädt, aber trotzdem Auseinandersetzungen möglich macht. Wir wollen ja nicht, dass sich alle einig sind, das wäre ja sinnlos.

Gibt es noch Gäste, die Sie aus dem Konzept bringen oder überraschen können?
Aus dem Konzept bringen nicht, überraschen schon. Karl-Heinz Grasser mit seinem Brief war schon unerwartet. Aber andererseits – was soll schon passieren, außer ein guter Fernseh-Moment? Das ist meistens nicht lebensgefährlich, man kann das ganz gelassen nehmen (lacht).

Das Interview führte Julia Pühringer

Hier gibt's einen Überblick über die Sommergespräche 2011

 

Zur Person: Ingrid Thurnher
• Geb. am 6. 7. 1962 in Bludenz
• Begann 1986 im ORF-Landesstudio Niederösterreich
• Moderierte 1995 bis 2007 die ZiB-2.
• 7 Romys als „beliebteste Moderatorin“
• Veröffentlichte 2011 die Biografie „Auf den Spuren des Udo Proksch“

 
 

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