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Friedrich von Thun

Friedrich von Thun

Bürgerlicher Name: Friedrich Ernst Peter Paul Maria Graf von Thun und Hohenstein
Geburtsort:
Kwassitz
Auszeichnungen:
Bambi 1999
Bayerischer Fernsehpreis 2007
Goldenes Kabel 1997
Goldene Nymphe 1985
Veröffentlicht:
18.04.2008
 
Seine Vergangenheit ist da schon interessanter. Geboren wurde von Thun in Kwassitz. Dem damaligen Böhmen und Mähren, dem heutigen Tschechien. Der Vater ein echter Graf und Gutsbesitzer. Das Adelsgeschlecht stammte aus Südtirol, lebte aber seit dem 16. Jahrhundert in Böhmen und Mähren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtete die Familie nach Österreich. Friedrich von Thun besuchte ein Gymnasium in der Steiermark und entdeckte als Teenager seine Liebe zum Theater. Nach dem Abitur zog er nach München. Dort studierte er Germanistik und Theaterwissenschaften. Nebenher nahm er privaten Schauspielunterricht.

Seine erste Filmrolle erhielt er 1964 von Helmut Käutner in den bekannten „Lausbubengeschichten“ nach Ludwig Thoma. Dem Publikum wurde von Thun vor allem durch seine zahlreichen TV-Filme und Serien bekannt. Knackpunkt in seiner Laufbahn war 1986 die Besetzung in der Werfel-Verfilmung „Eine blassblaue Frauenhandschrift“. Der Beginn einer TV-Karriere. So spielte er beispielsweise in „Das Erbe der Guldenburgs“ (1988) und als sympathischer Arzt in der Serie „Dr. Schwarz und Dr. Martin“ (1993-95). 1997 schrieb man ihm die Rolle als Titelheld in „Die Verbrechen des Professor Capellari“ auf den Leib.


Seine Kinorollen waren da eher überschaubar. Von den Ludwig-Thoma-Filmen über Schmuddelfilme wie den „Schulmädchenreport“ (1970) bis hin zum oscarprämierten „Schindlers Liste“ (1993) war es ein weiter Weg. Dazwischen versuchte er sich eine Zeit lang als Dokumentarfilmer.

Seine TV-Rollen sucht er sich mit Bedacht aus. Mit den Jahren wurden sie immer anspruchsvoller. Wenn es nach ihm ginge, dürfte es ruhig noch substantieller werden. Oder um es mit Thun selbst zu sagen: „Fernsehen sollte nicht nur für Comedians und Volksmusik da sein. Es ist wichtig, Themen zu behandeln, die nachdenklich machen.“

Dass es aber auch einfach mal nur Unterhaltung sein darf, das steht außer Frage. Und deshalb wird Friedrich von Thun 2008 an der Seite von Christoph M. Ohrt in der Serie „Dell & Richthoven“ zu sehen sein. In vorerst vier Folgen ermittelt das ungleiche Ermittler-Team gegen Trickbetrüger.
 
 

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