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Heinz Rühmann

Heinz Rühmann

Bürgerlicher Name: Heinrich Wilhelm Rühmann
Geburtsort:
Essen
Sterbedatum:
1994-10-03
Auszeichnungen:
Bambi - 1984, 1978, 1973, 1972, 1971, 1969, 1968, 1967, 1965, 1964, 1963, 1962
Bayerischer Filmpreis - 1986
Bundesfilmpreis - 1972
Filmband in Gold - 1961
Goldene Kamera - 1994 (posthum)
Goldener Bildschirm - 1968, 1967
Goldene Leinwand - 1972
Großes Bundesverdienstkreuz - 1966
Preis der Deutschen Filmkritik - 1957
Veröffentlicht:
29.11.2007
 
Im Juni 1920 spielte er erste Nebenrollen in den Theaterstücken "Rose Bernd" von Gerhart Hauptmann und "Die Büchse der Pandora" von Frank Wedekind in Breslau (heute: Wroclaw/Polen).

Mit Theo Lingen spielte Rühmann am Residenztheater Hannover. Er wurde Ensemblemitglied am Schauspielhaus München. Am 9 August 1924 heiratete er die Schauspielerin Maria Herbot, wechselte an die Münchner Kammerspiele und feierte als Komödiant erste Theatererfolge.

1926 hatte er ein Filmdebüt in dem Stummfilm "Das deutsche Mutterherz". In dem im Stil der Neuen Sachlichkeit gedrehten Film "Das Mädchen mit den fünf Nullen" spielte Rühmann einen Provinzjüngling. 1930 machte er den Flugschein und kaufte sich ein eigenes Flugzeug.

Mit "Die drei von der Tankstelle", einem der ersten deutschen Tonfilme, gelang ihm der Durchbruch als Filmschauspieler. Rühmann wurde neben Hans Albers zum beliebtesten und bestbezahlten deutschen Filmschauspieler. In zahlreichen Komödien und Tragikomödien verkörperte er zumeist den Idealtyp des Kleinbürgers, mit dem sich die Mehrzahl der Deutschen identifizieren konnte.

1933: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nahm Rühmann eine politisch neutrale Haltung ein und versuchte, sich mit dem NS-Regime zu arrangieren. Um seine Karriere nicht zu beeinträchtigen, ließ sich Rühmann auf Druck von Joseph Goebbels von seiner jüdischen Frau scheiden. Die Trennung vollzog sich im beiderseitigen Einvernehmen, da die Ehe bereits zuvor zerrüttet war.

Nach ihrer Auswanderung nach Schweden unterstützte Rühmann seine Ex-Frau finanziell weiter. 1938 hatte Rühmann ein Regiedebüt in dem Film "Lauter Lügen". Juli 1939 heiratete er die Schauspielerin Hertha Feiler. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Rühmann als Pilot in die Wehrmacht eingezogen. Seine Hauptaufgabe bestand aber weiterhin darin, die Bevölkerung mit Filmen wie "Quax der Bruchpilot" zu unterhalten und vom Kriegsalltag abzulenken. Für die Wochenschau ließ er sich als Kurierflieger ein einziges Mal aktiv für die NS-Propaganda einspannen.

Im Januar 1944 wurde die Aufführung des Films "Die Feuerzangenbowle" wegen "Respektlosigkeit gegen Autoritäten" von den Nationalsozialisten verboten. Rühmann erreichte bei einem persönlichen Besuch im Führerhauptquartier die Freigabe der Komödie, die zu einer der beliebtesten deutschen Filmproduktionen avancierte.

1947 gründete er die Filmgesellschaft "Comedia". Für die Darstellung des Schusters Voigt im "Hauptmann von Köpenick" wurde er mit dem Preis der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet. 1965 drehte Heinz Rühmann an der Seite von Vivien Leigh (1913-1967) mit "Das Narrenschiff" seinen einzigen Film in Hollywood. 1966 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz.

1970 verstarb seine Frau. Zwei Jahre später erhielt er den Bundesfilmpreis. Am 9 Oktober 1974 verheiratete er sich mit Hertha Droemer. Nach dem Kinofilm "Gefundenes Fressen" zieht sich Rühmann langsam ins Privatleben zurück. 1993 hatte er seine letzte Kinorolle in dem Film "In weiter Ferne, so nah" von Wim Wenders (geb. 1945).

Am 3. Oktober im darauffolgendem Jahr starb Heinz Rühmann in Berg am Starnberger See.
 
 

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