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Axel Milberg
© ARD

Axel Milberg

Geburtsort:
Kiel
Veröffentlicht:
31.01.2007
 
Darum ist er auch die Idealbesetzung als Kieler „Tatort“-Kommissar Klaus Borowski. Dieser Ermittler ist ein recht ruppiger Kerl mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. Einer, der schnell ausflippt und dem Kollegen im Affekt eine scheuert, wenn er Mist gebaut hat. Milberg mag diesen Borowski, die unsympathischen Züge mit eingeschlossen: „So etwas muss man eben auch spielen, beim Schauspieler darf die Eitelkeit nicht wichtiger sein als die Credibility.“

„Tatort“-Regisseur Thomas Freundner lobt seinen Hauptdarsteller in höchsten Tönen: „Wären doch nur alle so! Er ist anstrengend, aber nicht zickig, sondern stets auf das Präziseste vorbereitet, was er auch von anderen erwartet.“ Es ist wohl diese Arbeitshaltung, die Milberg zu einem der vielfältigsten und profiliertesten Schauspieler macht.

Ob Hauptkommissar, Gewaltverbrecher, Jammerlappen, Psychopath oder Kindermörder – dem Mann mit den immer leicht unfrisiert wirkenden Haaren und dem bohrenden Blick aus kleinen Augen heraus nimmt man jeden Typ ab: „Ich mag dieses Männlichkeitsgetue nicht, ich find´s auch okay, wenn man nuschelt“, gibt er sich bescheiden. Und genau das ist es, was ihn so überzeugend und sympathisch macht.

Der gebürtige Kieler wirkte in mehr als 50 Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter „Speer und Er“ (2004) und Margarethe von Trottas Verfilmung von „Jahrestage“ (2000). In der Komödie „Nach fünf im Urwald“ (1995) beeindruckte er als gestresster Vater, in Sönke Wortmanns „Der Campus“ (1998) mimte er überzeugend den Opportunisten.

Auf der Bühne feierte Milberg seine ersten große Erfolge. Nach der Ausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München war er von 1981 bis 1998 Ensemble-Mitglied der Münchner Kammerspiele. Er spielte in Inszenierungen von Peter Zadek, Thomas Langhoff und Dieter Dorn. Trotz der vielen Täterrollen in seiner Filmografie: Privat hält sich der zweifache Vater an die Regeln: „Schon Schwarzfahren würde nur zu peinlichen Schweißausbrüchen führen.“
 
 

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