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Das österreichische Fernsehmagazin

Oliver Korittke

Oliver Korittke
Geburtsort:
Berlin
Auszeichnungen:
Adolf-Grimme-Preis 2000
Veröffentlicht:
29.03.2006
Auch heute wirkt der Berliner, als ob er gleich eine Überraschung aus dem Ärmel schütteln würde, je nach Anlass einen Blumenstrauß oder eine Wasserbombe. Seine Rollen beinhalten nach Möglichkeit auch diese Zweideutigkeit, obwohl er meist auf den netten Loser abonniert ist.

Was ihn aber nicht stört: "Solange ich sie liebenswert und mit einem bisschen Charme spielen darf, habe ich Spaß daran." Der Zuschauer auch. "Die Musterknaben" (1997, 1999, 2003), in dem Korittke einen chaotischen Polizisten spielt, machte ihn einem größeren Publikum bekannt.

Filme wie "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter" (1998) oder "Bang Boom Bang" (1999) folgten. Dennoch hätte Korittke nichts dagegen, aus der Loser-Ecke heraus zu kommen und von Publikum und Filmemachern ernsthafter behandelt zu werden.

Denn wenn man oft Verlierer spielt, "denken die Leute, dass man privat ganz genau so ist, mit zerranzter Bude und allem. Ich bin Schauspieler, das heißt, ich bin kein Gesichtsverleiher, sondern kann Situationen, Charaktere, Gefühle beschreiben und ausdrücken. Die Regisseure und Produzenten sollten mehr Mut haben, Schauspieler wie mich auch öfter anders zu besetzen."

Regisseur Lars Kraume hat es schon 1999 gewagt und Oliver Korittke für sein Krimi-Drama "Dunckel" geholt. Die Rolle des Freddy Dunckel, der gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eine Bank überfällt, aber hinterher der Situation nicht gewachsen ist, brachte Korittke einen Grimme-Preis ein. Das ist zwar wieder die Rolle eines Verlierers, aber es beinhaltet das, was Korittke schätzt: ein bisschen schwer, ein bisschen tiefgründig und mit etwas Herzblut.

Inzwischen hat sich Oliver Korittke eine vielseitigere Rollenbesetzung erspielt: Für "Pimp My Fahrrad" gab er den crazy Moderator in MTV, in der Krimireihe "Wilsberg" spielt er seit Herbst 2005 einen Steuerprüfer.

Und 2007 kämpft er als "Vater auf der Flucht" mit (oder eben gegen) Eva Hassmann um das Sorgerecht seiner Tochter.

Interviews

Oliver Korittke
Interviews, 29. März 2006
Auch heute wirkt der Berliner, als ob er gleich eine Überraschung aus dem Ärmel schütteln würde, je nach Anlass einen Blumenstrauß oder eine Wasserbombe. Seine Rollen beinhalten nach Möglichkeit auch diese Zweideutigkeit, obwohl er meist auf den netten Loser abonniert ist.Was ihn aber nicht stört: … mehr >
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