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Bill Murray

Bill Murray

Bürgerlicher Name: William James Murray
Geburtsort:
Wilmette, USA
Auszeichnungen:
American Comedy Award (USA) 1999
Blockbuster Entertainment Award (USA) 2001
Emmy (USA)1977
Golden Globe (USA) 2004
Independent Spirit Award (USA) 1999
L.A. Film Critics Association Awards (USA) 2004, 1998
National Society of Film Critics Award (USA) 2004, 1999
N.Y. Film Critics Circle Awards (USA) 2003, 1998
Online Film Critics Society Award (USA) 2004
Seattle Film Critics Award (USA) 2003
Toronto Film Critics Association Award (CAN) 2003
Veröffentlicht:
10.02.2004
 
Wäre alles glatt gegangen, hätte die Filmwelt Bill Murray nie als sarkastischen Schauspieler zu spüren bekommen. Der 1950 in Wilmette, einem Vorort von Chicago, als mittleres von neun Kindern geborene Murray wäre dann wohl nur einem kleinen und kränkelnden Kreis von Patienten bekannt: Er wollte nämlich Arzt werden.

Murray studierte auch schon an einem Jesuiten-College, flog aber nach nur einem Jahr von der Schule – man hatte ihn beim Dealen mit Marihuana erwischt und auf Bewährung verurteilt.

Hatte er sich seine Schulzeit als Golfcaddy und sein Studium anscheinend mit Dealen finanziert, arbeitete er nun als Pizzabäcker, der nebenbei mit seinem Bruder bei der Improvisations-Theater-Truppe "Second City" auftrat.

Sein Durchbruch als Komiker begann 1977 als Mitglied in der bei vielen als Karrieresprungbrett wirkenden "Saturday Night Live"-Show. Hier wirkte er drei Jahre lang mit und trat Seite an Seite mit John Belushi ("The Blues Brothers", 1980) und seinen späteren "Ghostbusters"-Kollegen Dan Aykroyd und Harold Ramis auf.

Mit dem Welterfolg "Ghostbusters" (1984) wurde Murray über Nacht auch international als zotige Sarkasmus-Spritze berühmt. Murray versuchte sich auch ein paar mal in ernsten und dramatischen Rollen – zum Beispiel als desillusionierter Kriegsheimkehrer in John Byrums "Auf Messers Schneide" (1984) - aber diese frühen Ausflüge in das Charaktergenre waren nur von mäßigem Erfolg gekrönt.

Seinen Ruhm verdankt er den Komödien. Unvergessen seine Rollen als gefühlloser Fernseh-Boss in "Die Geister die ich rief" (1988), als aufdringlicher Neurotiker in "Was ist mit Bob?" (1991) und als zynischer Meteorologe in "Und täglich grüßt das Murmeltier" (1993).

Ab Mitte der 90er-Jahre versuchte sich Bill Murray wieder an eher hintergründigen Rollen wie in "Rushmore" (1999) oder den "Royal Tennenbaums" (2001). Auch in "Lost in Translation" (2003) rückt er ein ungewohntes Stück von den naiven Comedy-Figuren ab. Für die Leistung in "Lost in Translation" war er 2004 für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.

Bemerkenswert sind auch Bill Murrays Zusammenarbeiten mit Kult-Regisseur Jim Jarmush. Bei ihm übernahm er einen kleinen Part im Episodenfilm "Coffee and Cigarettes" (2003) und einen weitaus größeren im Roadmovie "Broken Flowers" (2005).

Murray ist seit Juli 1997 mit der Kostümbildnerin Jennifer Butler in zweiter Ehe verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Mickey Kelly, die 1993 geschieden wurde, gingen zwei Söhne hervor. Mit seiner jetzigen Frau hat er weitere drei Söhne. Die Familie lebt in Rockland County, einem Vorort von New York City.
 
 

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