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Katja Riemann

Katja Riemann

Bürgerlicher Name: Katja Hannchen Leni Riemann
Geburtsort:
Bremen
Auszeichnungen:
Adolf Grimme-Preis in Gold (D) 1987
Bambi (D): 2007, 1994
Bayerischer Filmpreis (D) 1998, 1996, 1994
Ernst Lubitsch-Preis (D) 1995
Deutscher Filmpreis (D) 2005, 1998, 1996
Goldene Kamera (D) 1992
Filmfestival von Venedig (I): Coppa Volpi 2003
Veröffentlicht:
07.12.2007
 
Den Satz verwendet sie eher beiläufig, als fast schon apologetische Bemerkung zu einem Gedicht von Kurt Tucholsky. Doch wer Katjas Karriere verfolgt hat, erkennt in diesem Ausspruch weit mehr - eine Art Lebensmotto nämlich.

Es ist schon mehr als verwunderlich, dass Katja Hannchen Leni Riemann Schauspielerin statt Lehrerin wurde. Ihre Mama war Konrektorin einer Grundschule, Papa Pädagoge in Sachen Kunst und Geschichte und sogar die Geschwister, Susanne und Jochen, schlugen die Laufbahn der Rabaukenbändiger ein. Das Nesthäkchen der Familie entschied sich - wie wir wissen - jedoch anders...

Nach dem Abitur, das sie in der Nähe von Bremen erfolgreich hinter sich gebracht hatte, dachte die vermeintlich kühle Blonde zuerst, sie müsste Tänzerin werden. An der Hamburger Lola-Rogge-Schule merkte Miss Riemann jedoch relativ schnell, dass man da irgendwie andere Dinge lernte, als sie sich vorgestellt hatte.

Nach einer einjährigen Schnupperphase im Ruhrgebiet - Katja machte als Hospitantin so ziemlich jeden Job, den das Westfälische Landestheater anzubieten hatte - wusste sie: Schauspielerei und sonst nichts. Die Hamburger Schauspielschule bewies in ihrem konkreten Fall bemerkenswerte Kurzsichtigkeit und ließ das junge Talent gleich zweimal durchrasseln. Schließlich begrüßte die "Hochschule für Musik und Theater" zu Hannover sie im Herbst 1984 als neue Studentin.

Früh schon kam der ganz große Erfolg. Für Peter Beauvais' Sechsteiler "Sommer in Lesmona" (1986) hagelte es Grimme-Preise - auch einen in die Hände der Hauptdarstellerin Katja Riemann, die für die Dreharbeiten eigens ein Urlaubs-Semester eingelegt hatte. Dennoch war sie in den späten Achtzigern vor allem auf Theaterbühnen aktiv, seltener im Fernsehen.

Heute sieht man Frau Riemann viel häufiger im TV, weil ihre zahlreichen Kino-Filme immer wieder auf fast allen Kanälen gezeigt werden. Die Erfolgsstreifen der frühen Neunziger waren allesamt Komödien: "Abgeschminkt!" (1993) und "Der bewegte Mann" (1994) machten die schlagfertige Lady überall zum "Stadtgespräch" (1995).

Der kommerzielle Erfolg konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Katja Riemann in diesen Komödien viel zu wenig von ihrer Vielseitigkeit und Tiefgründigkeit zeigen durfte. Dann kam "bandits" (1997): Schon in ihrer Jugend hatte sie Gitarren-, Flöten- und Klavierunterricht erhalten, für das Musik-Roadmovie lernte sie auch noch, wie man Drumsticks korrekt benutzt. Neben der Romanverfilmung "Die Apothekerin" (1997) war "bandits" wohl ihr bisher erfolgreichster Streifen.

Das Frauendrama "Rosenstraße" (2003) wurde zwar nicht durch die Bank bejubelt, aber die darstellerische Leistung von Katja als Lena Fischer steht dabei keinesfalls zur Debatte (Darstellerpreis beim Filmfestival von Venedig).

Es folgten Filme wie die Bibi-Blocksberg-Fortsetzung "Das Geheimnis der blauen Eulen", "Agnes und seine Brüder" (beide 2004) und "Die Diebin und der General" (2005).

Zwischenzeitlich hat Katja Riemann Kinderbücher veröffentlich, die "Trlogie über Sonne, Engel und Mond" wurde im November komplettiert.

Ihrem musikalisches Talent, dass schon im Film "bandits" deutlich zu sehen und hören war, lässt sie außerdem weiter freien Lauf: Nach ihrem Debütalbmum "Nachtblende" (2000), legte sie mit dem Katja-Riemann- Oktett drei Jahre später die jazzige Scheibe "Favourites" nach.

Katja Riemann liebt die Öffentlichkeit nicht unbedingt, doch war die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten Peter Sattmann im Jahr 1998 ein gefundenes Fressen für die Klatschpresse. Die beiden haben ein gemeinsames Kind (Paula, geboren 1993).

Im Oktober 2006 startete ihr Film "Ich bin die andere" in den Kinos, es folgten die Filme "Das wahre Leben" (2007) und "Ein fliehendes Pferd" (2007). Für ihre schauspielerische Leistung erhielt sie im November 2007 einen weiteren Bambi.
 
 

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