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Peter O'Toole

Peter O'Toole

Bürgerlicher Name: Peter Seamus O'Toole
Geburtsort:
Connemara, Irland
Auszeichnungen:
BAFTA Award (GB) 1963
Emmy (USA) 1999
Golden Globe (USA) 1970, 1969, 1965, 1963
NBR Award (USA) 1972, 1970
NSFC Award (USA) 1981
Oscar (USA) 2003
Veröffentlicht:
02.04.2003
 
Eigentlich ist die Verleihung eines Oscars als besondere Ehrung gedacht. Wenn jemand wie Peter O'Toole die Auszeichnung für sein Lebenswerk zurückweisen will, lässt das darauf schließen, dass er noch viel vor hat.

Sein Leinwanddebüt hatte der Sohn eines Iren und einer Schottin in "Im Land der langen Schatten" (1959). Der Durchbruch kam für ihn drei Jahre später in David Leans "Lawrence von Arabien". Die Rolle des britischen Offiziers, der während des 1. Weltkriegs die arabischen Stämme einte, schien dem charismatischen, blonden O'Toole wie auf den Leib geschneidert.

1963 folgte für ihn der nächste große Erfolg in "Becket" als Heinrich II. Danach spielte er in der Verfilmung des Joseph-Conrad-Romans "Lord Jim" (1964). Neben ernsthaften Rollen versuchte sich Peter O'Toole aber auch in Komödien, wie zum Beispiel in "Was gibt's Neues, Pussy?" (1964), wo er neben Peter Sellers und Romy Schneider spielte.

In den 70ern litt O'Tooles Karriere jedoch stark unter seiner Alkoholsucht. Wie auch sein Kollege und Zechkumpan Richard Harris gab er auf ärztlichen Rat schließlich das Trinken auf, was ihm wohl das Leben rettete. Nach einer langen medizinischen Behandlung feierte er mit Filmen wie "Der lange Tod des Stuntman Cameron" (1980) sein Comeback.

Weitere populäre Rollen spielte er in dem Melodram "Der letzte Kaiser" (1986) als Hauslehrer des chinesischen Herrschers, in Neil Jordans Komödie "High Spirits - Die Geister sind willig!" (1987) sowie an der Seite von John Goodman in der Monarchie-Persiflage "King Ralph" (1993).

Sieben erfolglose Oscarnominierungen kann Peter O'Toole mittlerweile vorweisen. Nach reiflicher Überlegung hat er sich doch noch entschlossen, 2003 den Oscar für sein Lebenswerk anzunehmen. Zuvor wollte er mit der Begründung ablehnen, dass er immer noch erfolgreiche Filme drehen könne. Von Gentleman zu Gentleman, Peter: Der Goldjunge in deinem Schrank ist kein Pensionierungsbefehl, du kannst immer noch Großes leisten. Wir würden uns drüber freuen.
 
 

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