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Michael Caine

Michael Caine

Bürgerlicher Name: Maurice Joseph Micklewhite
Geburtsort:
Bermondsey, London
Auszeichnungen:
ALFS Award (GB) 2000
BAFTA Award (USA) 1984
Golden Globe (USA) 1999, 1989, 1984
Golden Satellite (USA) 2003
NBR Award (USA) 2001, 1998 (Career Achievement Award)
NSFC Award (USA) 1967
Oscar (USA) 2000, 1987
Veröffentlicht:
15.11.2006
 
Er ist einer der ganz Großen und dabei so unauffällig, dass es niemand bemerkt. Immerhin, die Queen hat es kapiert: Seit 2001 darf Michael Caine offiziell "Sir" auf seine Einkommensteuererklärung schreiben. Für diese höchste Auszeichnung seines mittlerweile über sieben Jahrzehnte dauernden Lebens hat er aber auch viel geleistet.

Caine wurde als Maurice Joseph Micklewhite geboren. Mutter Putzfrau, Vater Fischmarktarbeiter. Er kommt also aus einfachsten Verhältnissen. Dass der kleine Maurice als Mr. Micklewhite allenfalls Chancen auf eine Zirkuskarriere haben würde, war eigentlich damals schon klar. Die damaligen Filmstars hatten Namen wie Keaton, Gable oder Cooper.

Bis Micklewhite Schauspieler wurde, dauerte es aber noch. Mit 16 hatte er genug von Schule und Elternhaus und versuchte nach einer gewissen Orientierungsphase sein Glück bei der britischen Armee. In Korea musste Maurice Joseph zu jener Zeit die Schrecken des Krieges miterleben.

Zurück in England heuerte er beim Theater in Sussex an. Vorerst zwar noch als Bühnenassistent, aber in dieser Phase packte ihn die Faszination Schauspiel. Er änderte seinen Namen von Maurice Joseph Micklewhite in Michael Caine und übernahm schon 1956 seine erste Filmrolle: "An vorderster Front" (OT: "A Hill in Korea") hieß der Streifen bezeichnenderweise.

Einem internationalen Kinopublikum wurde Mr. Caine erst 1964 bekannt. In "Zulu" verkörperte der Mann mit dem damals noch roten (heute grauen) Schopf einen Offizier mit aristokratischem Background. Für die Titelrolle in "Alfie - Der Verführer lässt schön grüßen" (1966) wurde Caine dann schon mit einer Oscar-Nominierung belohnt. Nebenbei etablierte der Brite fette Hornbrillen im eitlen Kreise der Leinwandstars.

Es sollte noch geschlagene 20 Jahre dauern, bis der Ausnahmemime den Oscar als Briefbeschwerer benutzen konnte. Caines Rolle als untreuer Elliot in Woody Allens Komödie "Hannah und ihre Schwestern" (1986) überzeugte die Verantwortlichen der Academy endlich. Den zweiten Oscar durfte Mr. Caine im Jahr 2000 für seinen Part in "Gottes Werk & Teufels Beitrag" (1999) mit nach Hause nehmen.

Caine gilt als fleißiger und nimmermüder Schauspieler. Auch als er die 70 erreicht hatte, drehte er weiter die unterschiedlichsten Filme. So war er sowohl in der Klamotte "Austin Powers und der Goldständer" wie auch in dem Graham-Greene-Politthriller "Der stille Amerikaner" (beide 2002) zu sehen.

2005 spielte er an der Seite von Christian Bale in "Batman Begins". 2006 entschied er sich, in der Neuverfilmung des Theaterstücks "Mord mit kleinen Fehlern" die Rolle des Schriftstellers Andrew Wyke anzunehmen. Sein Gegenpart, den Frisör Tindle, spielt Jude Law. Auch ein Zeichen von Wandlungsfähigkeit: Im Jahr 1972 wirkte Michael Caine schon einmal in diesem Filmstoff mit. Damals spielte er den Frisör.

Michael Caine war von 1955 bis 1958 mit Patricia Haines (gest. 1976) verheiratet. 1973 schloss er mit seiner zweiten Frau Shakira den Bund fürs Leben, der noch bis heute hält. Aus beiden Ehen stammt jeweils eine Tochter.
 
 

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