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Das österreichische Fernsehmagazin

Dennis Hopper

Dennis Hopper
Geburtsort:
Dodge City, Kansas, USA
Auszeichnungen:
BSFC Award (USA) 1987
Cannes Filmfestival (F): Bester Debütfilm 1969
Florida Film Festival (USA): John M. Tiedtke Award 1994
LAFCA Award (USA) 1986
MTV Movie Award (USA) 1995
Montréal World Film Festival (CAN): Best Actor 1986
NSFC Award (USA) 1987; Special Award 1970
Razzie Award (USA) 1996
WGA Screen Award (USA) 1970
Veröffentlicht:
17.05.2001
Bürgerlicher Name: Dennis Hopper
Er war der Rebell in der Lederjacke, der junge Wilde, der ganz Hollywood auf den Kopf stellte mit einem Film, der nicht einmal eine halbe Million Dollar gekostet hatte: 1969 trat Dennis Hopper als Regisseur und Hauptdarsteller mit "Easy Rider" an, um den amerikanischen Film zu revolutionieren. Er verjagte die altehrwürdigen Starregisseure aus ihren Sesseln und verschaffte einer ganz neuen Generation von Filmemachern Zutritt zu den großen Studios. "Easy Rider" wurde zum Kultfilm und spielte mehr als 50 Millionen Dollar Gewinn ein, der Mann auf der Harley wurde zum Symbol für ein neues Hollywood.

Schon in den fünfziger Jahren hatte sich Hopper als eigenwilliger, unangepasster Schauspieler einen Namen gemacht. Er spielte an der Seite von James Dean in "Denn sie wissen nicht was sie tun" (1955) und "Giganten" (1956). Nach einem Streit mit dem Regisseur Henry Hathaway während der Dreharbeiten zu "Schieß zurück Cowboy" verließ Hopper Hollywood. Er spielte in New York an verschiedenen Theatern und machte sich als Szene-Fotograf für die Vogue einen Namen mit provozierenden Bildern. Auch begann er zu malen und für die moderne Kunst einzutreten.

1969 kehrte er dann mit "Easy Rider" nach Hollywood zurück und ließ sich als größter Regisseur der Traumfabrik feiern. Doch der Absturz folgte wenig später: Sein nächstes Filmprojekt "The Last Movie" (1971) wurde ein echter Reinfall. Zwar gewann der Streifen 1971 beim Filmfestival in Venedig den Goldenen Löwen, doch die Studio-Chefs in Hollywood lehnten das Werk ab. "The Last Movie" lief nur zwei Wochen in nur drei Kinos überhaupt.

Der Regisseur wandte sich enttäuscht von Hollywood ab. Er zog nach Taos (New Mexiko) und hielt an seiner Rolle als Rebell fest. Doch nicht durch neue Filme, sondern durch seine Drogen- und Alkoholexzesse geriet er immer wieder in die Schlagzeilen. Mehrere Ehen gingen in dieser Zeit in die Brüche, Hopper kam wegen Trunkenheit am Steuer und Fahrerflucht kurzzeitig sogar ins Gefängnis. Auf der Leinwand sah man ihn in den 70ern höchstens in Nebenrollen, weit weg von Hollywood, etwa in "Mad Dog" (Australien 1976) oder in "Der Amerikanische Freund" (1977) von Wim Wenders.

Mitte der 80er-Jahre entschloss sich Hopper zum Drogenentzug. Sein Comeback als Schauspieler gelang ihm als Psychopath Frank Booth in David Lynchs "Blue Velvet" (1986). 1988 führte er dann auch wieder Regie in dem Thriller "Colors - Farben der Gewalt". 1994 spielte er den Bösewicht in "Speed", 1995 den Fiesling in Kevin Costners "Waterworld". Der Film floppte, und Hopper wurde mit der goldenen Himbeere als schlechtester Darsteller eine zweifelhafte Auszeichnung zuteil. Seiner Karriere hat dies aber nicht mehr geschadet.

Der einstige Rebell spielte seit 1990 in über 40 Filmen mit. Von persönlichen Skandalen war nicht mehr viel zu hören. Seit 1995 ist der Schauspieler in fünfter Ehe mit Victoria Duffy verheiratet. In seiner Freizeit widmet sich Hopper immer noch der Fotografie und Malerei.

Interviews

Dennis Hopper
Interviews, 17. Mai 2001
Er war der Rebell in der Lederjacke, der junge Wilde, der ganz Hollywood auf den Kopf stellte mit einem Film, der nicht einmal eine halbe Million Dollar gekostet hatte: 1969 trat Dennis Hopper als Regisseur und Hauptdarsteller mit "Easy Rider" an, um den amerikanischen Film zu revolutionieren. Er ve… mehr >
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