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Martin Schmitt

Martin Schmitt

Bürgerlicher Name: Martin Schmitt
Geburtsort:
Tannheim
Auszeichnungen:
Goldmedaille im Teamwettbewerb bei den Olympischen Spielen 2002
Silbermedaille im Teamwettbewerb bei den Olympischen Spielen 1998
Gesamtsieger Weltcup 1999/2000, 1998/1999
Gesamtsieger Skiflug-Weltcup 2000/2001, 1998/1999
Teamweltmeister Großschanze 2001, 1999
Weltmeister Großschanze 2001
Weltmeister Einzelspringen 1999
Weltmeister Teamspringen 1999
Veröffentlicht:
11.01.2002
 
Gut, wenn man einen großen Bruder hat. Von Thorsten, der heute im B-Weltcup der Nordisch-Kombinierer Erfolge feiert, hat sich Martin Schmitt als Pimpf anno dazumal zur 20-Meter-Schanze nach Menzenschwand mitnehmen lassen und "Zack!": erstes Springen, zweiter Platz. Klein-Martin hatte Höhenluft geschnuppert und blieb beim Skispringen.

Anfangs allerdings ohne herausragenden Erfolg, bei den meisten Juniorenwettkämpfen des DSV ließ Martin Schmitt ganz galant anderen Talenten den Vortritt. "Mit Gelassenheit läuft's auch", dachte sich der Jungadler und konsolidierte damit eine der Tugenden, die seinen späteren Erfolg ausmachen sollten. Und tatsächlich sprang er in der Saison 1995/96 mit dem achten Platz in Kuopio im Interkontinental-Cup ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

1998 schüttelte Schmitt mit dem Gewinn der Silbermedaille im Teamspringen bei den Olympischen Spielen in Nagano endgültig den Flaum des Babyadlers ab. 1999 holte sich Martin in Ramsau gleich zwei WM-Titel und außerdem den Gesamt- und Skiflug-Weltcup, nachdem er sich durch eine Auszeit von einer kleinen Karriereturbulenz erholt hatte.

Schmitt war fortan Air-Martin, der Superstar des deutschen Skisports. Der Druck wurde unermesslich: In der Saison 1999/2000 erwarteten die Fans neben dem fast schon selbstverständlichen Sieg im Gesamtweltcup den Erfolg bei der Vierschanzen-Tournee. Doch selbst Stahlnerven-Martin musste dem Medienrummel Tribut zollen, die psychische Belastung schlug sich auch immer wieder auf die Physis nieder. Grippale Infekte waren fast schon an der Tagesordnung. Den Toursieg musste Schmitt dem Österreicher Andi Widhölzl überlassen, doch im Weltcup stellte er mit insgesamt elf Siegen in der Saison einen neuen Rekord auf.

Saison 2000/2001: Martin Schmitt war topfit, die Nerven hielten. Doch was nützte das, wenn ein gewisser Adam Malysz mit einem Heißluftballon zu springen schien? Der Pole räumte in dieser Saison fast alles ab, gegen ihn war kein "Kraut" gewachsen. Aber Martin steckte nicht auf und wurde noch Weltmeister von der Großschanze im finnischen Lahti.

Martin Schmitt war zwar nicht immer Erster, doch hatte er einen Platz auf dem "Stockerl" abonniert - bis die Saison 2001/2002 kam. Der sympathische Schwarzwälder, der seine Haare schon mal in Pumuckl-Manier zur Schau trägt, durchwandert(e) sein erstes richtiges Tief, kam oft nicht unter die besten Zehn. Ex-Star Dieter Thoma: "Jeder der ganz Großen durchläuft in seiner Karriere eine solche Phase." Und Martin Schmitt ist ein ganz Großer, ohne Zweifel. In Salt Lake City holte er zusammen mit Sven Hannawald, Stephan Hocke und Michael Uhrmann Gold für das deutsche Team. Danach wurde er Vizeweltmeister im Skifliegen. Offenbar gilt: neuer Ski, neuer Martin!
 
 

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