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Sean Penn

Sean Penn

Bürgerlicher Name: Sean Penn
Geburtsort:
Santa Monica, Kalifornien
Auszeichnungen:
Academy Awards (USA): Oscar 2004
Berlinale (D): Silberner Bär 1996
Cannes Film Festival (F): Best Actor 1997
Denver International Film Fesival (USA): John Cassavetes Award 2000
Independent Spirit Award (USA) 1996
Venedig Film Festival (I): Goldener Löwe 2003, Volpi Cup 1998
Veröffentlicht:
28.02.2002
 
Als zehnjähriger Junge zog Sean Penn mit seiner Familie nach Malibu. Zu den neuen Nachbarn zählten Rob Lowe und Charlie Sheen, mit denen Sean Penn Super-8-Produktionen drehte. Aus dem gemeinsamen Hobby wurde schließlich der gemeinsame Beruf.

Seine Schulzeit hat Hollywoods Prügelknabe – 1987 verbrachte er wegen einer Schlägerei einen Monat im Gefängnis – brav zu Ende gebracht. Danach absolvierte er am Los Angeles Group Repertory Theatre eine zweijährige Lehre als Bühnentechniker und nahm gleichzeitig Schauspielunterricht.

Nach einigen Rollen in TV-Filmen und Serien, spielte er in „Heartland“ am Broadway. Dies öffnete ihm die Tür nach Hollywood: 1981 gab er neben Timothy Hutton und Tom Cruise in Harold Beckers Drama „Die Kadetten von Bunker Hill“ seinen Kinoeinstand.

Der Bekanntheitsgrad von Sean Penn steigerte sich anschließend vor allem durch seine Ehe mit Pop-Star Madonna. Getreu dem Motto „Sie liebten und sie schlugen sich“ gab es Schlagzeilen ohne Ende. Mit Madonna drehte Penn auch seinen wohl schlechtesten Film: „Shanghai Surprise“ (1986). Nach drei Jahren ließ sich das Paar scheiden.

Sean Penn entwickelte sich mehr und mehr zu einem Charakterdarsteller, der sich an der Seite von großen Stars sehen lassen konnte: 1988 spielte er im Dennis-Hopper-Thriller „Colors - Farben der Gewalt“ neben Robert Duvall, ein Jahr später war er in „Die Verdammten des Krieges“ neben Michael J. Fox zu sehen. In „Carlitos Weg“ (1993) hieß sein Filmpartner Al Pacino, in „The Game“ (1997) Michael Douglas. Terrence Malicks „Schmalen Grat“ bewältigte Penn 1998 gleich an der Seite eines ganzen Arsenals an Stars.

Erfolge feierte der Schauspieler auch an der Seite von Robin Wright, der Frau seiner beiden Kinder Dylan Frances und Hopper Jack. Zu den gemeinsamen Filmen des Ex-Paares zählen unter anderem „Im Vorhof der Hölle“ (1990), Oliver Stones „U-Turn“ (1997) und „Hurlyburly“ (1998).

Trotz seines Talents gilt Sean Penn bei Regisseuren als schwierig. Vielleicht, weil er kein Blatt vor dem Mund nimmt. Anfang der Neunziger Jahre nahm er selbst das Zepter in die Hand: Mit „Indian Runner“ gab er sein Debüt als Drehbuchautor und Regisseur. Die Hauptrollen spielten Dennis Hopper und Patricia Arquette. Für seinen zweiten Film „The Crossing Guard“ konnte er Jack Nicholson, Angelica Huston und seine Frau Robin Wright gewinnen.

Die besten Schlagzeilen, die je über Sean Penn geschrieben wurden, waren wohl über seinen erfolgreichsten Film „Dead Man Walking“. An der Seite von Susan Sarandon (die für ihre Rolle einen Oscar erhielt) spielte er einen verurteilten Mörder, der auf die Todesstrafe wartet. Penn wurde für den Golden Globe und den Oscar nominiert, sowie auf den Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

2002 hatte Sean Penn erneut die Chance auf Amerikas berühmtesten Filmpreis. Für die Hauptrolle im einfühlsamen Drama „I Am Sam“ war er für den Oscar nominiert, ging aber leer aus. Bei seiner vierten Nominierung 2004 klappte es endlich: Für die Rolle des Jimmy Markum in Clint Eastwoods „Mystic River“ (2003) erhielt Penn den Oscar als bester Darsteller in einer Hauptrolle.

Die letzten Jahre wählte der gefragte Schauspieler seine Rollen mit viel Bedacht aus. Nach seinem Oscargewinn sah man ihn nur in „The Assassination of Richard Nixon“ (2004)    Sydney Pollacks „Die Dolmetscherin“ (2005) und „Das Spiel der Macht“ (2006).

Zuletzt führte er bei dem beeindruckenden Abenteuerfilm „Into the Wild“ (2007) Regie. Wie schon bei vorherigen Regiearbeiten schrieb er auch dafür das Drehbuch selbst.

Für 2008/2009 sind drei Projekte mit Sean Penn angekündigt. Wayne Kramers „Crossing Over“, Terrence Malicks „Tree of Life“ und Gus van Sants „Milk“ sorgen dafür, dass Sean Penn nicht langweilig wird.
 
 

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