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Das österreichische Fernsehmagazin

Heath Ledger

Heath Ledger
Geburtsort:
Perth, Australien
Sterbedatum:
2008-01-22
Auszeichnungen:
Blockbuster Entertainment Award (USA) 2001
Central Ohio Film Critics (USA) 2006
New York Film Critics Circle Awards (USA) 2005
San Francisco Film Critics Circle (USA) 2005
Sho West Award (USA) 2001
Veröffentlicht:
18.03.2003
Bürgerlicher Name: Heath Andrew Ledger
Nein, falsch: Wenn wir schon eine abgedroschene englische Phrase benutzen wollen, müssen wir "at the edge of the world" sagen. Denn Perth liegt mitten im Busch, mehrere tausend Kilometer von der heimlichen Hauptstadt Sydney entfernt, die ja auch nicht auf den Nabel der Welt gebaut wurde. Wie kommt so ein Typ in solch jungen Jahren nach Hollywood?

Naja, irgendwie ist seine große Schwester Kate schuld. Die hat Heath nämlich, als er noch ein Steppke war, zur Globe Shakespeare Company in ihrer Heimatstadt mitgenommen. Mit zehn ergatterte der vom Schauspielvirus Gepackte gleich die erste Hauptrolle in einem Bühnenstück: "Peter Pan".

In der Schule spielte er an diesem Tag Hockey, an jenem Theater - in beiden Disziplinen sammelte Heath eifrig Trophäen. Außerdem übernahm er die Leitung eines Tanzensembles, das sogar einen landesweiten Wettbewerb gewann. In der Ballerinatruppe waren allerdings ausnahmslos Ballerinos! Ob sie dennoch rosa Kleidchen anhatten, ist nicht überliefert.

Wer jetzt dachte, bei so vielen unvernünftigen Nebenjobs kann man ja keinen anständigen Schulabschluss machen und muss deshalb Schauspieler werden, hat sich verdacht. Mit 16, ein Jahr früher als üblich, holte Heath das Abschlusszeugnis ab und überredete sofort seinen Sandkastenkumpel, mit ihm nach Sydney zu kommen. Sein Ziel: Filmstar werden. 1997 dann die erste Filmrolle - als Toby Ackland im australischen Teenager-Drama "Blackrock".

Der blondgelockte Jüngling zog kurze Zeit später nach L.A., um sein Können, das er auch in einigen Serien (u.a. "Roar", 1997) kultiviert hatte, auf die große Leinwand zu bringen. Lag's am Talent, am Glück? Schon 1999 landete er mit "10 Dinge, die ich an dir hasse" einen Hit, der ihm Tür und Tor für ganz große Rollen öffnete.

Da wundert es wohl niemanden, dass Heath absolut keine Lust mehr auf Teenie-Komödien hatte, obwohl er rein äußerlich sehr wohl zur DiCaprio-Fraktion gehörte (kaum Bartwuchs, Milchgesicht).

Stattdessen spielte er lieber den amerikanischen Jungrevoluzzer in "Der Patriot" (2000) an der Seite von Mel Gibson, den ganz und gar nicht skrupellosen Gefängniswärter Sonny Grotowski in "Monster's Ball" (2001) und den Rock-'n'-Roll-Lanzelot in "Ritter aus Leidenschaft" (2001).

Zu den letzten Projekten des Jungstars zählten "Die vier Federn" (2002) und "Ned Kelly" (2003) - letzteren spielte Heath angeblich für ein Minisalär. Auf dem Filmplakat hat der Bursche doch tatsächlich einen Bart! Gut, dass er keine Teenie-Komödien mehr spielen will...

Beim Filmfestival in Venedig war Heath Ledger 2005 sicher mit seiner damaligen Freundin (und Mutter des gemeinsamen Kindes), der Schauspiel-Kollegin Michelle Williams, zu Gast. Gleich drei Filme mit ihm wurden dort vorgestellt: "Brokeback Mountain" (2005), "Brothers Grimm" (2005) und "Casanova".

Für seine Rolle als schwuler Cowboy in "Brokeback Mountain" wurde Ledger 2006 für einen Oscar nominiert. Im Januar 2008 verstarb der Schauspieler, der sicher noch Großes vor sich gehabt hätte, absolut unerwartet.

Interviews

Heath Ledger
Interviews, 18. März 2003
Nein, falsch: Wenn wir schon eine abgedroschene englische Phrase benutzen wollen, müssen wir "at the edge of the world" sagen. Denn Perth liegt mitten im Busch, mehrere tausend Kilometer von der heimlichen Hauptstadt Sydney entfernt, die ja auch nicht auf den Nabel der Welt gebaut wurde. Wie kommt s… mehr >
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