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Warren Beatty

Warren Beatty

Bürgerlicher Name: Henry Warren Beaty
Geburtsort:
Richmond, Virginia, USA
Auszeichnungen:
Academy Awards (USA): Irving G. Thalberg Memorial Award 2000
Blockbuster Entertainment Awards (USA): World Artist Award 2001
David di Donatello Award (Italien) 1982
Directors Guild of America Award (USA) 1982
Golden Globe (USA) 1982, 1979, 1962
LAFCA Award (USA) 1998, 1981
NBR Award (USA) 1991, 1981
NSFC Award (USA) 1976
Oscar (USA) 1982
Saturn Award (USA) 1979
Venedig Filmfestival (Italien): Goldener Löwe fürs Lebenswerk 1998
Writers Guild of America (USA): WGA Screen Award 1982, 1979, 1976
Veröffentlicht:
16.08.2001
 
Warren Beatty, der ursprünglich Warren Beaty (kein Tippfehler!) hieß, ist der jüngere Bruder von Shirley MacLaine. Dass Bruder und Schwester beide berühmte Schauspieler wurden, ist kein Wunder, denn die Mama war Schauspiellehrerin und ließ die Kinder schon früh bei Amateuraufführungen mitspielen. So kam es, dass Warren, der außerdem ein talentierter Football-Spieler war, mehrere Stipendien für ein Sport-Studium ablehnte und lieber Schauspiel studierte.

Nach einigen Fernsehrollen gab der 24-Jährige sein Filmdebüt neben Natalie Wood in Elia Kazans "Fieber im Blut" (1961) und schaffte damit gleich den großen Durchbruch - nicht nur beim Publikum. Seine Liebhaberqualitäten vor und hinter der Kamera müssen beeindruckend gewesen sein, denn Filmpartnerin Natalie Wood ließ sich kurz nach den Dreharbeiten von ihrem Ehemann scheiden. Sie sollte nicht die einzige Schauspielerin bleiben, die sich in den charmanten Draufgänger verliebte. Beatty war mit fast allen seinen Filmpartnerinnen auch privat zusammen, zu seinen Eroberungen zählen Filmgrößen wie Julie Christie, Leslie Caron, Joan Collins, Madonna und Diane Keaton. Als Annette Bening, Beattys Filmpartnerin aus "Bugsy" (1991), den berüchtigten Frauenhelden 1992 vor den Traualtar schleppte, wurde sie als Heldin gefeiert. Die Ehe, aus der inzwischen vier Kinder hervorgegangen sind, hält bis heute, erstaunlich aber wahr.

Doch nun zu Warren Beattys beruflichem Werdegang, der mindestens genauso erstaunlich verlief. Nach "Fieber im Blut" war der unverschämt gut aussehende Nachwuchsstar in einigen weiteren Filmen zu sehen, bevor er sich 1967 mit "Bonnie und Clyde" erstmals ans Produzieren wagte. Gleichzeitig spielte er neben Faye Dunnaway die Hauptrolle und erlangte mit seiner einfühlsamen Darstellung des Gangsters Kultstatus. "Bonnie und Clyde" wurde ein Riesenhit an den Kinokassen und erhielt neun Oscar-Nominierungen.

Danach wurde Beatty mit Rollenangeboten überschüttet. Doch der eigenwillige Künstler nahm nur wenige davon an und widmete sich lieber eigenen Filmprojekten. Zu der Komödie "Shampoo" (1975) schrieb er das Drehbuch, übernahm die Produktion und spielte die Hauptrolle. Der Film wurde wohl auch deshalb ein Kassenknüller, weil vermutet wurde, dass hinter der Geschichte um den Frauen vernaschenden Friseur Beattys eigene Erfahrungen steckten.

"Shampoo" heimste, genauso wie Beattys nächste Filme "Der Himmel soll warten" (1978) und "Reds" (1981), zahlreiche Oscar-Nominierungen ein. Für "Reds", einen Film über die Lebensgeschichte des kommunistischen Journalisten John Reed, bekam Beatty dann endlich den Oscar als bester Regisseur, obwohl der Stoff in den USA alles andere als populär war. Doch dann verließ den Filmemacher das Glück. Seine Komödie "Ishtar" (1987) mit Isabelle Adjani und Dustin Hoffman in weiteren Rollen wurde ein Kassenflop und kassierte drei Nominierungen für die goldene Himbeere. Drei Jahre später mimte Beatty neben Madonna "Dick Tracy" und musste sich vorwerfen lassen, dass er nicht schauspielen könne.

Vielleicht hat er sich deshalb bei seinem nächsten Film ganz auf die Schauspielerei konzentriert und auf Regie und Produktion verzichtet. Seine Verkörperung des Gangsters Bugsy Siegel in "Bugsy" (1991) brachte ihm dann auch prompt wieder eine Oscar-Nominierung - und die Heirat mit Annette Bening. Das nächste gemeinsame Projekt der beiden Ehepartner, das rührselige Remake des Klassikers "Love Affair" von 1939, floppte allerdings und wurde mit wenig netten Kritiken bedacht. Erfolgreicher waren da schon ihre anderen Gemeinschaftsproduktionen: Die Kinder Kathlyn, Benjamin, Isabel und Ella Corinne wurden zwischen 1992 und 2000 geboren.

1998 überraschte Beatty die Filmwelt mit seiner Politsatire "Bulworth", in der er als lebensmüder Senator die ganze schmutzige Wahrheit über die amerikanische Politik im Rap-Rhythmus und mit vielen F-Wörtern hervorschrie. Der mutige und nicht unumstrittene Film wurde für den Oscar nominiert und löste das Gerücht aus, Beatty wolle bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2000 antreten. Doch der Filmemacher, der die Presse hasst und am liebsten gar keine Interviews gibt, blieb lieber dem Filmgeschäft treu. Seine neuesten Projekte sind die Komödie "Town & Country" (2001) und der Thriller "Kil Bill" (2002), bei dem Kultregisseur Quentin Tarantino für Regie und Drehbuch verantwortlich ist.
 
 

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