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Das österreichische Fernsehmagazin

James Coburn

James Coburn
Geburtsort:
Laurel, Nebraska, USA
Sterbedatum:
2002-11-18
Auszeichnungen:
Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films (USA):
Life Career Award 1999
Denver Film Festival (USA): Life Achievement Award 1999
Oscar (USA) 1999
Veröffentlicht:
23.08.2001
Bürgerlicher Name: James Coburn
Hochgewachsen, schlank aber athletisch, ideal für die Rolle des zähen Draufgängers. James Coburn spielte besonders in Western gerne auch mal den Outlaw, doch so richtig böse war er eigentlich nie, dafür zeigte er viel zu gern sein strahlendes Perlweißgebiss. Durch seine zahlreichen Filme kennt fast jeder den mittlerweile in Ehren ergrauten Hollywoodmimen aus Nebraska.

Der studierte Schauspieler begann seine Karriere in den 50er-Jahren wie viele seiner Kollegen mit Werbespots. Es folgten Auftritte in Western-Serien wie "Bonanza", "Rawhide" und "The Rifleman". In dem Western "Ride Lonesome" (1959) war Coburn dann zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen. Entscheidender war jedoch sein Part als Messerwerfer an der Seite von Yul Brynner in "Die Glorreichen Sieben" (1960). Coburn gelang zwar nicht der große Sprung zum gefragten Hauptdarsteller, wie seinen Filmpartnern Steve McQueen und Charles Bronson, seine Rolle war schließlich auf wenige Sätze begrenzt, er konnte sich aber durch sein ausdrucksstarkes Spiel als gern gesehener Nebendarsteller etablieren. So war er in "Hell Is For Heroes" (1962) wieder mit Steve McQueen und in "Charade" (1963) mit Cary Grant und Audrey Hepburn zu sehen. In "The Great Escape" (1963) drehte Coburn erneut mit McQueen und Charles Bronson, paradoxerweise spielte der Vollblutamerikaner diesmal einen Australier.

Seinen größten Erfolg hatte James Coburn als Super Agent Derek Flint in der James-Bond-Satire "Our Man Flint" (1966) und dem Sequel "In Like Flint" (1967). Der schräge Spionage-Ulk war für Coburn auch eine ideale Gelegenheit, seine Kung-Fu-Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Schließlich hat ihm sein langjähriger Freund, der legendäre Kampfsportler Bruce Lee, die eindrucksvollen Tricks persönlich beigebracht. In den siebziger Jahren war Coburn dann als Rodeo-Reiter in "The Honkers" (1971) und als Sprengstoffexperte in Sergio Leones "A Fistful of Dynamite" (1971) zu sehen. In Sam Peckinpahs Western "Pat Garrett and Billy the Kid" (1973) durfte er endlich einmal auch in die Rolle des edlen Gesetzeshüters schlüpfen und in "Cross of Iron" war er unter dem gleichen Regisseur ein Corporal im Zweiten Weltkrieg.

In den folgenden Jahren musste sich Coburn mit bescheideneren Filmrollen zufrieden geben, er hatte schwer unter rheumatischer Arthritis zu leiden. Für seine Leistung in dem Drama "Affliction" (1997) wurde der Schauspieler am Ende seiner Karriere mit einem Oscar geehrt. James Coburn starb mit 74 Jahren in seinem Haus in Los Angeles an einem Herzinfarkt.

Interviews

James Coburn
Interviews, 23. August 2001
Hochgewachsen, schlank aber athletisch, ideal für die Rolle des zähen Draufgängers. James Coburn spielte besonders in Western gerne auch mal den Outlaw, doch so richtig böse war er eigentlich nie, dafür zeigte er viel zu gern sein strahlendes Perlweißgebiss. Durch seine zahlreichen Filme kennt fast … mehr >
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