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Henry Fonda

Henry Fonda

Bürgerlicher Name: Henry Jaynes Fonda
Geburtsort:
Grand Island, Nebraska, USA
Sterbedatum:
1982-08-12
Auszeichnungen:
American Film Institute (USA): Life Achievement Award 1978
BAFTA Film Award (GB) 1958
Golden Globe (USA) 1982
Golden Globe (USA): Cecil B. DeMille Award 1980
NBR Award (USA) 1981
Oscar (USA) 1982, Ehren-Oscar 1981
Tony Award (USA) 1948
Veröffentlicht:
11.07.2001
 
Ehrlich, glaubwürdig, gerecht und mutig - das war Henry Fonda. In über 100 Filmen hat er mitgespielt, meistens auf der Seite der Guten. Er stand in dem Ruf, nicht nur in seinen Filmen, sondern auch als Mensch aufrichtig und treu zu sein; kein Wunder also, dass viele Fans ihn gern auf dem Stuhl des Präsidenten der Vereinigten Staaten gesehen hätten. Doch Fonda wollte nicht in die Politik, er blieb der Schauspielerei treu bis zu seinem Tod 1982. Zahlreiche seiner Filme sind Klassiker, Meisterwerke des amerikanischen Films.

Henry Fonda wurde als Sohn eines Malers 1905 in Nebraska geboren. Ursprünglich wollte er Journalist werden, doch das Studium brach er aus finanziellen Gründen ab. Kurze Zeit später fing er mit der Schauspielerei an. Er trat in verschiedenen kleineren Theatern auf, bevor er 1934 sein Glück am Broadway versuchte - mit großem Erfolg: Seine Hauptrolle in "Der Farmer will heiraten" machte Henry Fonda nicht nur zum Broadway-, sondern auch, in der Verfilmung des Stücks (1935), zum Leinwandstar. Als netter, junger Farmer, der das Herz am rechten Fleck hat, entsprach er dem Geschmack der Zeit.

Viele namhafte Regisseure wollten daraufhin den Newcomer in ihren Filmen sehen. Henry Hathaway gab ihm eine Rolle in dem Melodram "The Trail of the Lonesome Pine" (1936), Fritz Lang holte ihn für die Hauptrolle seines Dramas "You Only Live Once" (1937) vor die Kamera, und unter William Wyler spielte Fonda zusammen mit Bette Davis in "Jezebel" (1938). 1939 begann dann die Freundschaft mit Regisseur John Ford, der Fonda in seinen Filmen zu dem amerikanischen Helden schlechthin machte. Fonda verkörperte den großen Abraham Lincoln in "Der junge Mr. Lincoln" (1939) und beeindruckte als Tom Joad in der Verfilmung von John Steinbecks "Früchte des Zorns" (1940). Für die Rolle wurde er für den Oscar nominiert.

Dass sein ehrliches Gesicht auch gut in einen Western passt, bewies Fonda in "Drums Along the Mohawk" (1939), ebenfalls unter der Regie von John Ford, und in William A. Wellmans "Der Ritt zum Ox-Bow" (1943). Auch nach dem Krieg - Fonda hatte zwei Jahre in der Navy gedient und mehrere Auszeichnungen bekommen - ging es erfolgreich weiter im Western-Genre: Henry Fonda verkörperte die Wildwest-Legende Wyatt Earp in Fords unvergesslichem Meisterwerk "My Darling Clementine" (1946). Zahlreiche weitere Western folgten, außerdem einige andere große Filme wie "Mister Roberts" (1955), "Krieg und Frieden" (1956) mit Audrey Hepburn, "Die zwölf Geschworenen" (1957) oder Hitchcocks "Der falsche Mann" (1956).

1968 wechselte Henry Fonda in Sergio Leones Aufsehen erregendem Western "Spiel mir das Lied vom Tod" zum Erstaunen seiner Fans die Seite und verkörperte den eiskalten Killer. In den 70ern sah man Fonda dann seltener auf der Leinwand, der Schauspieler widmete sich wieder mehr dem Theater, war aber auch gern gesehener Gast in zahlreichen US-Serien und Fernsehshows.

Insgesamt hat Henry Fonda in über 100 Filmen mitgespielt und zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem 1978 den Ehrenpreis des Amerikanischen Film-Instituts und 1981 den Ehren-Oscar. Den "richtigen" Oscar als bester Schauspieler bekam er allerdings erst für seinen letzten Film, das Drama "Am goldenen See" (1981), in dem er neben seiner Tochter Jane Fonda und Katharine Hepburn zu sehen war.

Der Schauspieler war insgesamt fünfmal verheiratet; seine beiden Kinder Jane und Peter Fonda sind selbst berühmte Schauspieler geworden, und auch Enkelin Bridget ist der Familientradion treu geblieben. Henry Fonda war nicht nur mit John Ford, sondern auch mit James Stewart gut befreundet. Er starb am 12. August 1982 an Herzversagen.
 
 

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