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Gary Cooper

Gary Cooper

Bürgerlicher Name: Frank James Cooper
Geburtsort:
Helena, Montana, USA
Sterbedatum:
1961-05-13
Auszeichnungen:
Golden Globe (USA) 1953
NYFCC Award (USA) 1941
Oscar (USA) 1942, 1953, Ehren-Oscar 1961
Photoplay Awards (USA): Most Popular Male Star 1952
Veröffentlicht:
06.07.2001
 
Er war stets der Gute, der auf der Seite des Gesetzes kämpft. Der besonnene Held, der sich nicht mit Fäusten, sondern mit stoischer Ruhe und sorgfältig gewählten Worten für die Gerechtigkeit einsetzt. Gary Cooper war eine Kultfigur, der amerikanische Held schlechthin, ein Frauenschwarm und die Identifikationsfigur für Generationen. Er hat das Western-Genre geprägt wie kaum ein anderer.

Dabei hatte der über 1,90 Meter große Hüne die Schauspielerei nie richtig gelernt. Dafür aber umso besser das Reiten. Denn Coopers Vater, der mit 19 seine englische Heimat verlassen hatte und in den USA als Richter arbeitete, besaß eine Farm in Montana. Hier hütete Gary Cooper schon als Junge hoch zu Pferde die großen Viehherden.

Auf Wunsch seiner Mutter war Cooper außerdem einige Jahre in England zur Schule gegangen. Später besuchte er in Montana das College und verdiente sein Geld als Touristenführer im Yellowstone Nationalpark und später als Karikaturist. Seine Filmkarriere begann mühsam mit vielen kleinen Statistenrollen, vorzugsweise in Western, da der hübsche junge Mann auf dem Pferd so eine gute Figur machte.

Die erste etwas größere Rolle bekam der Leinwand-Cowboy in Henry Kings "Entfesselte Elemente" (1926). Zahlreiche weitere Westernauftritte folgten, ohne dass Cooper größere Aufmerksamkeit erregte. Er hatte bereits über 30 Filme hinter sich, als er endlich als "Der Mann aus Virginia" (1929) berühmt wurde. Der ungelernte Schauspieler, der sowohl mit Worten als auch mit der Mimik äußerst sparsam umging, etablierte sich von nun an als schweigsamer, nachdenklicher Held, der sich eindrucksvoll von den anderen, wild um sich schießenden Western-Figuren abhob.

Diesem Image ist er in all seinen Filmen treu geblieben. In den 30er- bis 50er-Jahren war er aus dem Western-Film nicht wegzudenken und avancierte zu einem der bestbezahlten Schauspieler der Welt. Unvergessen sind seine Auftritte in "Der Held der Prärie" (1936), "Die Unbesiegten" (1947), "Garten des Bösen" (1954), "Vera Cruz" (1954) und "Die den Tod nicht fürchten" (1959). Aber auch ohne Cowboy-Hut machte er eine gute Figur: Als schüchterner Kavalier umwarb er Marlene Dietrich in "Marokko" (1930), in "Serenade zu dritt" (1933) und "Blaubarts achte Frau" (1938) bewies er komödiantisches Talent und in der Hemingway-Verfilmung "Wem die Stunde schlägt" (1943) glänzte er in einer dramatischen Rolle, die sein Schriftsteller-Freund ihm auf den Leib geschrieben hatte. Für seine Darstellung des Kriegshelden "Sergeant York" (1941) wurde Cooper 1942 mit dem Oscar ausgezeichnet.

Seinen zweiten Oscar nahm "Coop", wie ihn Kollegen und Freunde nannten, für die Rolle, die ihn endgültig zum Mythos machte: Als Sheriff Will Kane trat er in "High Noon" ("Zwölf Uhr Mittags", 1952) an, die Stadt vor dem berüchtigten Frank Miller und seiner Bande zu verteidigen, obwohl alle seine Mitstreiter längst die Flucht angetreten hatten. Ursprünglich war Gregory Peck für diese Rolle vorgesehen, doch er sagte in letzter Minute ab. Und so hatte der über zehn Jahre ältere Cooper noch einmal die Möglichkeit, den unbeirrbaren Streiter für Ehre und Gerechtigkeit zu mimen. "High Noon" wurde zum Kultfilm und gilt noch heute als Höhe- und gleichzeitg Wendepunkt des amerikanischen Western.

Erst in seinem allerletzten Film "Ein Mann geht seinen Weg" (1962) wechselte der damals schon schwer kranke Star die Seiten und spielte einen Bösewicht - ohne Erfolg, wie sich später zeigte. Das Publikum nahm dem geliebten Helden die finstere Rolle des möglichen Mörders nicht ab. Cooper selbst erlebte die Uraufführung des Films nicht mehr. Er starb wenige Tage nach seinem sechzigsten Geburtstag im Mai 1961 an Krebs. Den Ehren-Oscar, der ihm kurz zuvor verliehen worden war, konnte er nicht mehr selbst entgegen nehmen; bei der Verleihungvertrat ihn sein langjähriger Freund und Kollege James Stewart.
 
 

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