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Robert Redford

Robert Redford

Bürgerlicher Name: Charles Robert Redford Jr.
Geburtsort:
Santa Monica, Kalifornien, USA
Auszeichnungen:
BAFTA Film Award (USA) 1971
Directors Guild of America (USA): DGA Award 1981
Golden Globe (USA) 1981, 1978, 1977, 1975, 1966
Golden Globes (USA): Cecil B. DeMille Award 1994
NBR Award (USA) 1980
Oscar (USA) 1981; Ehren-Oscar 2002
Screen Actors Guild Awards (USA): Life Achievement Award 1996
Veröffentlicht:
02.07.2001
 
Er ist Schauspieler, Regisseur und Produzent, seit Jahrzehnten einer der größten Stars in Hollywood. Sein Name steht für Unterhaltung vom Feinsten. Kinolegende Robert Redford verkörpert auch mit über sechzig noch überzeugend den feinfühligen Liebhaber und strahlenden Helden.

Dabei hatte seine Hollywood-Karriere alles andere als vielversprechend begonnen. Erst mit über dreißig feierte Redford seinen Durchbruch als "Sundance Kid" (1969). Zuvor hatte er ein recht chaotisches, von zahlreichen Rückschlägen geprägtes Leben geführt.

Der Sohn eines Öl-Arbeiters war schon in der Schule ein unangepasster Rebell, der Radkappen stahl und ständig neue Streiche ausheckte. Seine schulischen Leistungen ließen sehr zu wünschen übrig. Nur im Fach Sport war Redford gut. So gut, dass er ein Sport-Stipendium für die University of Colorado bekam. Doch der Baseball-Spieler rebellierte auch während des Studiums weiter, er trank viel, verpasste Spiele und flog schließlich von der Uni. Daraufhin ging er nach Europa - das Geld für den Flug hatte er sich durch harte Arbeit auf den Ölfeldern verdient - und wurde Maler. Nach einigen Jahren, in denen er sich mit seinen in Florenz erlernten Zeichenkünsten über Wasser hielt, kehrte Redford in die USA zurück, wo er Theaterdesign und, auf Anraten eines Lehrers, auch Schaupiel studierte: an der renommierten American Academy of Dramatic Arts in New York.

1959 hatte Robert Redford seinen ersten kleinen Auftritt am Broadway, größere Rollen folgten bald. 1962 gab er sein Leinwanddebüt in dem Antikriegsfilm "Hinter feindlichen Linien". Doch die nächsten Filme waren Flops. Redford, der inzwischen eine Familie gegründet hatte, kehrte mal wieder enttäuscht den Staaten den Rücken und zog mit Frau und Kindern nach Spanien.

Doch auch dieses Mal kam der Ausgewanderte zurück. Und wenig später war er ein Star: Sein Auftritt als "Sundance Kid" zusammen mit "Bud Cassidy" Paul Newman machte ihn 1969 zum Western-Helden. Weitere Auftritte in diesem damals sehr populären Genre folgten. Der nächste große Hit, in dem Redford wieder zusammen mit Paul Newman spielte, war 1973 "Der Clou". Aber auch ohne Cowboy-Hut überzeugte der Strahlemann das Publikum: 1974 verkörperte er den "Großen Gatsby", 1975 geriet er als CIA-Mann in "Die drei Tage des Condor" unter Beschuss, 1980 schleuste er sich als Gefängnisdirektor "Brubaker" unerkannt als Häftling in die eigene Anstalt ein und 1985 verführte er Meryl Streep in der unvergesslichen Romanverfilmung "Jenseits von Afrika". Den begehrten Liebhaber spielte er auch noch in den Neunzigern an der Seite von Demi Moore ("Ein unmoralisches Angebot") und Michelle Pfeiffer ("Aus nächster Nähe").

In all den Jahren war Redford zudem nicht nur vor der Kamera aktiv. Schon früh hatte er seine eigene Produktionsfirma gegründet, die unter anderem für den Polit-Thriller "Die Unbestechlichen" (1976) verantwortlich zeichnete. 1980 rief Redford zudem das Sundance Institute, eine Talentschmiede für junge Filmemacher, ins Leben. Das "Sundance Filmfestival" ist seitdem der wichtigste Wettbewerb des Independent-Films in Amerika. Und auch als Regisseur war der Hollywood-Star erfolgreich: Gleich für sein Regiedebüt "Eine ganz normale Familie" erhielt er 1981 den Oscar. Weitere Filme, in denen der berühmte Schauspieler hinter der Kamera stand, waren "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" (1992) mit Brad Pitt und "Quiz Show" (1994) mit Ralph Fiennes in der Hauptrolle. 1998 verfilmte Redford den Bestseller "Der Pferdeflüsterer". Der einstige Western-Star ließ es sich nicht entgehen, die Hauptrolle hoch zu Ross selbst zu übernehmen. Sein letztes Regiewerk war "Die Legende von Bagger Vance" (2000) mit Matt Damon und Will Smith in den Hauptrollen. 2001 stand Redford zusammen mit Brad Pitt für den Agententhriller "Spy Game" vor der Kamera.

Robert Redford, der sich in seiner Freizeit stark für den Umweltschutz engagiert, war von 1958 bis 1985 mit Lola Van Wagenen verheiratet. Redfords Tochter Shauna Redford (geboren 1960) ist Malerin, Sohn David James (geboren 1962) ist Drehbuchautor, die jüngste Tochter Amy (geboren 1970) ist Schauspielerin.

Ein solch bewegtes Leben muss natürlich gewürdigt werden: 2002 erhielt Redford den Ehren-"Oscar". Hoffentlich deutet er ihn nicht als einen Hinweis, es wäre langsam Zeit, in Rente zu gehen.
 
 

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