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Ralph Fiennes

Ralph Fiennes

Bürgerlicher Name: Ralph Nathaniel Fiennes
Geburtsort:
Suffolk, England, UK
Auszeichnungen:
BAFTA Film Award (USA) 1994
BSFC Award (USA) 1993
Chicago Film Critics Association Award (USA) 1994
Europäischer Filmpreis 1999
London Film Critics Circle Award (GB) 1995
NSFC Award (USA) 1994
NYFCC Award (USA) 1993
Shakespeare Theatre, Washington (USA): Shakespeare Award 2001
Tony Award (USA)
Veröffentlicht:
29.06.2001
 
Er ist ein Schauspieler, über den die Meinungen weit auseinander gehen. Er wirke eiskalt und völlig emotionslos, bemängeln seine Kritiker. Er sei einer der ausdrucksstärksten Schauspieler unserer Zeit, schwärmen seine Fans. Fest steht: Ralph Fiennes ist kein Typ für einfache Rollen, der strahlende Held passt nicht zu ihm. Es sind die Außenseiter, die Gescheiterten, die Bösen und Finsteren, in die er sich am liebsten hineinversetzt.

Weltberühmt wurde der Brite mit der erschreckend realistischen Darstellung des KZ-Aufsehers Amon Göth in "Schindlers Liste" (1993). Später beeindruckte er als sterbender, bis zur Unkenntlichkeit entstellter "Englischer Patient" (1996). Für beide Rollen war Fiennes für den Oscar nominiert, doch beide Male ging die begehrte Trophäe an einen anderen.

Ralph Fiennes (wird übrigens ausgesprochen wie "Rahf Feins") sah es gelassen. Dass er nicht zum großen Hollywood-Star hochgejubelt wurde, stört den schüchternen Schauspieler überhaupt nicht. Der Mann mit dem stechenden Blick will privat am liebsten seine Ruhe haben. Dass das Ende seiner Ehe mit Schauspielerin Alex Kingston und seine darauf folgende Affäre mit der 18 Jahre älteren Kollegin Francesca Annis in den Medien für einige Schlagzeilen sorgte, hat den Mimen ziemlich geärgert. Seitdem hat er sich noch mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Wichtiger als seiner Filmkarriere war dem Schauspieler sowieso schon immer seine Theaterkarriere. Denn bevor er 1992 in der Rolle des unberechenbaren Heathcliff in der Verfilmung von Emily Brontës "Sturmhöhe" sein Kinodebüt gab, hatte er jahrelang auf Theaterbühnen in England und Amerika große Erfolge gefeiert.

Gelernt hat der Sohn des Fotografen Mark Fiennes und der Schriftstellerin Jini Fiennes (Künstlername: Jennifer Lash) sein Handwerk an der "Royal Academy of Dramatic Art" in London. 1987 wurde er an "Britain's Royal National Theatre" aufgenommen, seit 1988 gehörte er der "Royal Shakespeare Company" an. Dort spielte er alle großen Rollen, natürlich auch den "Hamlet". Für die Verkörperung des grüblerischen Dänenprinzen am Broadway einige Jahre später wurde Fiennes mit dem Tony-Award ausgezeichnet - das erste Mal übrigens, dass die begehrte Trophäe für einen "Hamlet" vergeben wurde. Im Jahre 2001 erhielt der Schauspieler, der in einigen Medien als "der neue Olivier" gefeiert wurde, den Shakespeare Award des Shakespeare Theatre in Washington, einen Preis, den vor ihm Shakespeare-Darsteller wie Patrick Stewart oder Keneth Branagh erhalten hatten.

Den großen Dramatiker selbst hat Ralph Fiennes allerdings noch nie verkörpert. Diese Ehre wurde seinem kleinen Bruder zuteil: Joseph Fiennes ließ 1999 als "Shakespeare in Love" die Herzen der weiblichen Fans höher schlagen.

Aber auch Ralph hatte in den letzten Jahren, wenn er gerade nicht auf der Theaterbühne stand, Zeit für ein paar (nicht immer erfolgreiche) Filme: "Oscar und Lucinda" (1997), "The Avengers" (1998), "Onegin" (1999) oder "Das Ende einer Affäre" (1999). Zur Zeit steht er für Wolfgang Petersens Film "Fear Itself" vor der Kamera, danach wird er in David Cronenbergs "Spider" zu sehen sein.
 
 

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