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Dienstag, 06.12.2016 15:13 Uhr
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Augenlied

Augenlied

Teaser:
Spätestens seit "Bowling For Columbine" wissen wir, dass die Ehe von Kinoleinwand und Dokumentarfilm doch noch leidenschaftliches Feuer entwickeln kann, obwohl sich das Kino - wie wir alle wissen - nur allzu gerne von gut aussehenden Blockbustern verführen lässt. Denen fehlt es dann allerdings meistens an Geist, Tiefe und Aussage.
Veröffentlicht:
07.10.2003
 
"Augenlied" ist ein Dokumentarfilm. Und so poetisch das Wortspiel im Titel, so der ganze Film. Es geht um Blinde - wie sie die Welt mit anderen Augen sehen. Mischka Popp und Thomas Bergmann waren in Europa unterwegs, um verschiedene vermeintlich dunkle Schicksale zu beleuchten. Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich alles (nur noch) vorstellen. "Augenlied" bringt uns "Gucklingen" die fremde Welt der Blinden ein gutes Stück näher.

Wir lernen den alten Mann kennen, der noch keine zwanzig war, als ihm eine Granate sein Augenlicht raubte. Seine Kinder und Enkel hat er nie gesehen. Nuria stellt sich vor, die einzige Nachrichtensprecherin der Welt, die nicht sieht, wovon sie berichtet. Und John Hull, der blinde Professor aus England.

Die Einzelschicksale sind Teile zu einem Puzzle, das heißen könnte: "Wie erleben blinde Menschen das Leben?" Sehen können ist ein großer Segen, und doch kann es manchmal den Blick auf manche interessante Dinge versperren.
 
 

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