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John Malkovich

John Malkovich

Bürgerlicher Name: John Gavin Malkovich
Geburtsort:
Christopher, Illinois, USA
Auszeichnungen:
American Comedy Award (USA) 2000
BSFC Award (USA) 1985
NBR Award (USA) 1984
NSFC Award (USA) 1985
NYFCC Award (USA) 1999
Veröffentlicht:
01.01.2001
 
"Man sollte die Todesstrafe umbenennen, da wir sowieso alle sterben: die vorzeitige Todesstrafe", meinte John Malkovich in einem Gespräch, das unter anderem von seinem Umzug nach Südfrankreich handelte, weil er die amerikanische Doppelmoral nicht mehr ertrug. Für Sarkasmus ist der Ausnahme-Schauspieler bekannt, aber wen wundert das schon bei diesem diabolischen Blick. Es gibt Männer, die sind schön, und es gibt Männer wie Jack Nicholson oder... John Malkovich. Den Dauererfolg bei den Damen und im Filmbusiness haben offensichtlich die der zweiten Sorte gebucht.

Malkovich, Sohn jugoslawischer Einwanderer, kam erst während des Studiums der Biologie und Ökologie an der Eastern Illinois State University mit der Schauspielerei in Berührung. 1976 gründete er zusammen mit Gary Sinise, der aus Filmen wie "Apollo 13" bekannt ist, das überaus erfolgreiche Ensemble "Steppenwolf Theater". Es sollte acht lange Jahre dauern, bis der Riese mit dem durchdringenden Blick seinen ersten großen Kinofilm "Platz im Herzen" (1984) abliefern sollte; diesser brachte ihm dann prompt eine Oscar-Nominierung ein. Bis dahin kam John Malkovich auch ohne die Unterstützung des Kinos als Theaterschauspieler und Regisseur zu Ruhm.

1982 zog es ihn - mittlerweile mit Kollegin Glenne Headly verheiratet - nach New York. Dort inszenierte er "True West" - ein Stück von Sam Shepard. Die Show wurde so erfolgreich, dass der ehemalige Footballspieler kurze Zeit später neben Dustin Hoffman in "Tod eines Handlungsreisenden" (1984) glänzen durfte. "The Killing Fields", ebenfalls aus dem Jahr 1984, etablierte den Leinwandmimen Malkovich dann endgültig. Einen Superstar kann man ihn hingegen erst seit "Gefährliche Liebschaften" (1988), der exzellenten Verfilmung des Briefromans von Choderlos de Laclos, nennen. Malkovich glänzte hier als dibolischer Verführer an der Seite von Michelle Pfeiffer.

Die hübsche Kollegin war bald darauf der Grund für das Scheitern von Malkovichs erster Ehe. Doch die Affäre war nicht von Dauer. Seit 1992 ist der Schauspieler wieder verheiratet - mit Nicoletta Peyran, einer ehemaligen Regieassistentin. Mit ihr hat Malkovich zwei Kinder.

Im Berufsleben ging es seitdem weiter steil nach oben. Mit seinem Kumpel Gary Sinise drehte Malkovich 1992 "Von Mäusen und Menschen" nach John Steinbecks Roman, es folgten Blockbuster wie "In the Line of Fire" (1993), Wolfgang Petersens Werk, das Malkovich die zweite Oscar-Nominierung seiner Karriere bescherte, und "Con Air" (1997). Sein vielleicht interessantester Streifen ist der 1999 gedrehte Experimentalfilm "Being John Malkovich", in dem er sich selbst spielt und äußerst "offen" für Leute wie John Cusack ist. Der Film wurde 2001 mit dem begehrten London Film Critics Circle Award ausgezeichnet.

Im Januar 2003 überzeugte Malkovich in dem Fernseh-Mehrteiler "Napoleon", einer europäischen Gemeinschaftsproduktion. Kurz danach kam mit dem Film "Der Obrist und die Tänzerin" seine erste Regiearbeit in die deutschen Kinos.
 
 

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