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Das österreichische Fernsehmagazin

Elke Sommer

Elke Sommer
Geburtsort:
Berlin (Spandau)
Auszeichnungen:
Golden Globe (USA) 1964
Veröffentlicht:
01.03.2001
Bürgerlicher Name: Elke Schletz
"Ich wäre lieber als Malerin bekannt, die schauspielert, und nicht als Schauspielerin, die malt", gesteht Elke Sommer auf ihrer Homepage, auf der man daher vor allem ihre farbenfrohen Gemälde bewundern kann. Die Künstlerin präsentierte ihre Bilder bisher auf 39 Soloausstellungen in den wichtigsten Galerien auf der ganzen Welt.

Auch auf der Theaterbühne feierte Elke Sommer Erfolge - sowohl in Tragödien als auch in Komödien, sowohl als Schauspielerin und als Regisseurin - doch auch als Rennfahrerin gewann sie Preise; zudem machte sie als deutsche Schlagersängerin auf sich aufmerksam (das Album "Elke Sommer: Love in Any Language" erschien 1965) und ließ sich in leichter Bekleidung für den Playboy ablichten. Und doch ist es ihre Filmkarriere, die sie berühmt und unsterblich machte. Als begabte Schauspielerin und erotische Schönheit der Sechziger wurde das Multitalent der ganzen Welt bekannt; in über 70 Filmen war sie bisher zu sehen.

Am 5. November 1940 erblickte die Elke Schletz als evangelische Pfarrerstochter und Nachfahrin eines alten Raubrittergeschlechts in Berlin-Spandau das Licht der Welt. Dort wohnte sie aber nur zwei Jahre; ihre Jugend verbrachte sie in Erlangen, wo sie als eines von wenigen Mädchen das Gymnasium besuchte und das Abitur bestand. Mit 14 Jahren musste sie den Tod ihres Vaters verschmerzen. Der Weg ins Rampenlicht führte über das Ausland, dort wurde sie 1958 durch Zufall von einem bekannten italienischen Filmproduzenten (Vittorio de Sica) entdeckt: er hatte ihr Bild in einer Zeitung gesehen, nachdem die blonde Schönheit in einem kleinen Café in Viareggio spontan zur "Miss" dieser Ortschaft gekürt worden war. In Italien legte sie den Grundstein zu ihrer Filmkarriere, hier änderte sie auch ihren Namen - "Sommer" ist für ausländische Bewunderer leichter auszusprechen.

In England ergatterte sie eine Rolle in "Don't Bother To Knock" (1961) mit Richard Todd und avancierte zum europäischen Sexsymbol. Dann folgte der Sprung über den Ozean. Auf Carl Foremans "The Victors" (1963) folgten Rollenangebote in "The Prize" (1993), wo Paul Newman mitspielte, und "A Shot In The Dark" (1964) mit Peter Sellers. In den Sechzigern spielte sie jedes Jahr in durchschnittlich fünf Filmen mit und bekam hin und wieder Gelegenheit, neben der blonden Unschuld auch schwierigere Rollen zu übernehmen, in denen sie mehr als nur körperliche Vorzüge präsentieren konnte.

Natürlich stellte sich die Hollywood-Diva, die international sehr gefragt war (sie spricht sieben Sprachen fließend!) auch dem Film in Deutschland zur Verfügung. Schon 1959, also noch zu Beginn ihrer großen Laufbahn, trat sie in dem Streifen "Totenschiff" zusammen mit Horst Buchholz und in "Am Tag als der Regen kam" gemeinsam mit Mario Adorf vor die Kamera.

Nicht nur für das Kino, auch für das Fernsehen war Elke Sommer aktiv. Ihre eindrucksvollste Rolle ist hier vielleicht die der Magda Goebbels in "Inside The Third Reich" (1982).

Elke Sommer heiratete in den Sechzigern den Journalist Joe Hyams und im August 1993 ein zweites Mal: ihren heutigen Gatten, den Hotelier Wolf Walther, der ihr ein Ruhepool in ihrem aufregenden und vielseitigen Leben ist. Sie lebt in Los Angeles und beschäftigt sich heute hauptsächlich mit ihren Gemälden.

Interviews

Elke Sommer
Interviews, 01. März 2001
"Ich wäre lieber als Malerin bekannt, die schauspielert, und nicht als Schauspielerin, die malt", gesteht Elke Sommer auf ihrer Homepage, auf der man daher vor allem ihre farbenfrohen Gemälde bewundern kann. Die Künstlerin präsentierte ihre Bilder bisher auf 39 Soloausstellungen in den wichtigsten G… mehr >
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