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Weißer Oleander

Weißer Oleander
Teaser:
Gegen Leander und Hero sind Romeo und Julia Harry und Sally. Es gibt da diese antike Sage, die von der innigsten Liebe aller Zeiten kündet: Hero, eine wunderschöne junge Frau, lebte auf einer Burg; Leander, ein steiler männlicher Zahn, auf einer anderen. Die beiden liebten sich mehr als man sich vorstellen kann.
Veröffentlicht:
04.02.2003
Doch der Jüngling konnte nur zu seiner Angebeteten gelangen, wenn er ein gutes Stück Meer, das die beiden Burgen voneinander trennte, schwimmend überwand. Kürzen wir das Drama ein bisschen ab: Leander ertrank, Hero klagte "Oh... Leander!" und starb vor Gram. Der Tod vereinte die beiden schließlich.

Jetzt wissen wir, warum Oleander Oleander heißt. Die Pflanze symbolisiert innige, ewig dauernde Liebe, aber: Der Rosenlorbeer ist leider giftig. Was muss man daraus folgern? "Weißer Oleander", ein Film nach dem Roman von Janet Fitch, bedeutet nichts anderes als innige, vergiftende Liebe. Konkret: die selbstsüchtige Liebe einer Mutter, die ihre Tochter nicht loslassen kann.

Die Künstlerin Ingrid (Michelle Pfeiffer) vergiftet ihren Lebensgefährten, weil er vorhatte, sie zu verlassen. Als sie verhaftet wird, beginnt für ihre Tochter im Teenageralter, Astrid (Alison Lohman), eine Odyssee durch so genannte Pflegefamilien, die eigentlich selbst der Pflege bedürften. Hinzu kommt die erdrückende Eifersucht ihrer inhaftierten Mutter. Erst bei der liebevollen Claire (Renée Zellweger), einer unglücklich verheirateten Frau, erhält Astrid die Chance, eine eigene Identität zu entwickeln.

Mit Michelle Pfeiffer, Robin Wright Penn und Renée Zellweger konnte Regisseur Peter Kosminsky weibliche Topstars für seine Romanadaption gewinnen. Der eigentliche Star heißt jedoch Alison Lohman. Sie bietet einer großartig kühlen Michelle Pfeiffer als Tochter wie als Schauspielerin Paroli.

"Weißer Oleander" ab 6.2.2003 im Kino!
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