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Mariele Millowitsch

Mariele Millowitsch

Bürgerlicher Name: Marie-Luise Millowitsch
Geburtsort:
Köln
Auszeichnungen:
Adolf Grimme Preis 1998
Deutscher Fernsehpreis 2003
Goldene Kamera 2000
Veröffentlicht:
02.02.2001
 
"Ich tauge nicht zum Guru!" sagt Mariele Millowitsch und will kein Vorbild sein für andere Frauen: "Mir ist erst in den letzten zwei Jahren klargeworden, was den Leuten meine Figuren bedeuten", erzählt die beliebte Schauspielerin mit dem großen Namen. "Wenn mir Frauen schreiben: ,Sie haben mir weitergeholfen', dann wird mir diese Riesenverantwortung bewusst."

Die erste Rolle nach dem Tod ihres berühmten Vaters Willi Millowitsch im Jahre 2000 war die einer Frau, die sich was traut - "Ich kaufe mir einen Mann" hieß der TV-Film. Hat der Verlust ihr Spiel beeinflusst? "Ich wusste anfangs nicht so ganz, wie ich das hinkriege", erinnert sich die Kölnerin, "habe ich überhaupt die Kraft, jeden Tag vor der Kamera zu stehen? Es ging aber ganz gut. Dass Vater nicht mehr da ist, reißt eher ein privates, für mich nicht füllbares Loch. Es ist schlimm, dass ich nicht mehr mit ihm reden, ihn in den Arm nehmen kann."

Glaubt Mariele Millowitsch, dass sich viele Frauen, so wie in dieser SAT.1-Komödie einen Mann kaufen würden, wenn sie könnten? "Ja, und ich halte das für legitim. Die Zahl der Frauen wird zunehmen, die sich mal einen Mann zum Spaß nehmen, dem sie sagen können, wie weit es geht und wann Schluss ist. Man sollte das nicht auf die sexuelle Ebene beschränken. Frauen haben andere Bedürfnisse, wollen mal jemanden haben, der zuhört", meint die Kölnerin.

1990 promovierte sie zum Dr. med. vet., ihre Dissertation beschäftigte sich mit der Behandlung eines Bandscheibenvorfalls beim Dackel. Will sie ihre Fähigkeiten als Tierärztin für immer ruhen lassen? "Man soll nie nie sagen. Wenn mich niemand mehr sehen will...", überlegt Mariele Millowitsch ganz sachlich. In ihren Filmen wandelt sie sich oft vom Mauerblümchen zur Kämpferin. Ist das die Rolle ihres Lebens? "Es scheint so. An den Rollenangeboten sehe ich, dass mir das zugetraut wird: Eine Frau traut sich was und lernt dazu. Da sagen viele: Das muss die machen!"

Und wie sie das dann macht! Nach dem großen Erfolg "girlfriends" setzte sie die Zusammenarbeit mit Walter Sittler fort und spielte mit ihm bis 2005 in der gefeierten Sitcom "Nicola". 2006 löste sie dann als "Familienanwältin" Hanna Lorenz ihre Fälle ganz allein.
 
 

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